Brückenschlag mit Pförtner 

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In Verlängerung der Honsell-Brücke (links) soll über den Main die neue Brücke gebaut werden.

Offenbach/Frankfurt – Die Planungen für den Bau der neuen Mainbrücke zwischen dem Frankfurter Ostend und der Oberräder Seite ist abgeschlossen, die Bauphase steht unmittelbar bevor. Was aus dem Umbau des Offenbacher Kaiserlei-Kreisels wird, ist hingegen unklar. Von Norman Körtge

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Kaiserlei soll zur Kreuzung werden

Als „unaufschnürbares Paket“ hatte Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider im Frühjahr den Brückenbau und den Umbau des Kaiserlei-Kreisels in zwei Großkreuzungen bezeichnet. Denn dem jetzt schon in Hauptverkehrszeiten überlastete Kreisel drohe bei noch mehr Autos der Verkehrskollaps. Leidtragende wären vor allem der Offenbacher Stadtteil Kaiserlei und die Oberräder, die jetzt schon unter Schleichverkehr leiden.

Doch während in Sachen Kreiselumbau nichts zu hören ist, steht der neue Brückenschlag bereits genau geplant. In dieser Woche habe es eine Begehung des zukünftigen Montageplatzes gegeben, berichtet Kim Bartelt vom Frankfurter Verkehrsdezernat. Dieser soll bis Februar am nördlichen Mainufer eingerichtet sein, so dass dort die per Schiff angelieferten Brückenteile zusammengeschraubt werden können. Im August soll die fertige Konstruktion dann mit Schiffen und Kränen über den Main in Position gebracht werden. Laut derzeitiger Planung werden im Sommer 2013 schließlich die ersten Autos über die Brücke fahren – und von dort weiter in Richtung des wahrscheinlich weiterhin bestehenden Kaiserlei-Kreisels.

Pförtnerampel soll Stau verhindern

Wegen der zu erwartenden Verkehrsbelastung hatte die CDU in der jüngsten Offenbacher Stadtverordnetenversammlung versucht, den Antrag zu stellen, eine Klage gegen die Stadt Frankfurt anzustrengen. Doch der Antrag wurde mit den Gegenstimmen der Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern gar nicht erst auf die Tagesordnung gelassen.

Im Frankfurter Verkehrsdezernat glaubt man, die zukünftigen Verkehrsströme durch eine sogenannte Pförtnerampel lösen zu können. Sei zu viel Verkehr auf der Gerbermühlstraße, würde die Ampel keine weiteren Autos auf das südliche Mainufer lassen.

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