Nach Baumaßnahme

Main-Ufer wieder stabil: Höchst kann feiern

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Frankfurt – Rechtzeitig zum Beginn des Höchster Schlossfests ist die Sofortmaßnahme zur Stabilisierung der Kaimauer am Mainufer in Höchst beendet worden.

Rechtzeitig zum Beginn des Höchster Schlossfests ist die Sofortmaßnahme zur Stabilisierung der Kaimauer am Mainufer in Höchst beendet worden. Anfang Februar hatten Taucher erhebliche Schäden an der Uferwand entdeckt und das traditionsreiche Fest stand auf der Kippe oder es drohte eine sehr abgespeckte Version. Stadtrat Markus Frank war nach der Feststellung des Schadens im Februar für eine Instandsetzung des Uferbereichs eingetreten und sagte: „Dass eine annähernd 100 Jahre alte Kaimauer kaputt geht und saniert werden muss, ist nicht ungewöhnlich. Doch an dieser Stelle ist das Mainufer für die Höchster Bürgerinnen und Bürger von zentraler Bedeutung. Dem traditionsreichen Schlossfest und der Schiffsmeldestelle drohten im Sommer wichtige Flächen zu fehlen. Daher habe ich alle Beteiligten gebeten, gemeinsam an einer zügigen Lösung zu arbeiten, um die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten.“ Zu Beginn musste ein 450 Meter langer Uferstreifen wegen fehlender Standsicherheit gesperrt werden.

10.000 Tonnen Steine wurden ausgeschüttet

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Die Spundwand war in mehreren Abschnitten unterspült und in einem Teilbereich zudem deformiert. Dies erforderte zunächst eine Stabilisierungsmaßnahme mittels Wasserbausteinen und Kies. Die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt wurde damit beauftragt. Anfang Mai begannen die Arbeiten im wasserseitigen Uferbereich. Um die Arbeiten vor dem Höchster Schlossfest abschließen zu können, setzte die Firma zwei Schiffe gleichzeitig ein. Von den Schiffen wurden verschiedene Materialien auf die Mainsohle und vor die Spundwand geschüttet. Das neue Material kam mit mehreren Schiffsladungen aus der Eifel und wurde in Griesheim auf die Schiffe der Baufirma umgeschlagen. Insgesamt lagerte die Wasserbaufirma rund 1.400 Kubikmeter Boden um und brachte 6.000 Tonnen Kornmaterial sowie 10.000 Tonnen Steinschüttung ein.

150 Meter müssen bis Sanierung mit Zaun gesichert bleiben

Stadtrat Markus Frank dankte den Verantwortlichen für die rasche Umsetzung der Stabilisierungsmaßnahme: „Die Stadtverwaltung, die HFM und die Süwag, der ein Teil der Kaimauer gehört, haben alles dafür getan, dass die Sofortmaßnahme so schnell wie möglich abgeschlossen werden konnte.“ Auch dem Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg mit seiner Außenstelle in Frankfurt sowie den beteiligten Baufirmen und Ingenieurbüros dankte der Stadtrat. „Der größte Bereich des Ufers steht den Höchstern jetzt wieder uneingeschränkt zur Verfügung und kann für das anstehende Schlossfest genutzt werden“, sagt Frank erleichtert. An die Stabilisierungsmaßnahme wird sich die Erneuerung des beschädigten Teils der Spundwand anschließen. Ein Abschnitt von etwa 150 Metern Uferlänge muss allerdings bis zum Abschluss der Kaimauer-Sanierung durch Bauzäune gesichert bleiben.

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