Amtsgericht hat entschieden

Magnus Gäfgen darf Entschädigung behalten

Frankfurt - Der hoch verschuldete Kindsmörder Magnus Gäfgen kann die 3000 Euro Entschädigung persönlich beanspruchen, die ihm das Land Hessen wegen einer illegalen Folterdrohung bezahlen muss.

Das hat das Amtsgericht Frankfurt entschieden, wie der zuständige Richter Roland Glöckner am Dienstag sagte. Die Entscheidung sei allerdings noch nicht rechtskräftig. Gäfgens Insolvenzverwalter könne beim Landgericht auf Auszahlung des Geldes klagen oder beim Oberlandesgericht (OLG) Beschwerde einlegen.

Die Auffassung des OLG, dass es sich um einen unpfändbaren und damit nicht zur Insolvenzmasse gehörenden Anspruch handle, erscheine zutreffend, argumentierte das Amtsgericht. Mit seiner Entscheidung lehnte es eine Forderung des Insolvenzverwalters ab.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare