Jetzt will auch Wiesbaden das Bühnenstück

Macht Farbenblind Frankfurt zur Musical-Stadt?

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Haben mit ihrem Musical nicht nur Frankfurter begeistert: Jetzt will Wiesbaden das Musical zu sich holen. Und auch an der Nordsee will man die Frankfurter buchen.

Frankfurt - Eigentlich war es nur ein Traum der Farbenblind-Crew. Doch der ist nun wahr geworden. Nicht nur, dass das Musical  jetzt auf der Bühne des Gibson  landet, die ersten Städte wollen die Frankfurter engagieren. Sogar an der Nordsee sollen sie auftreten. Von Christian Reinartz

Das, was die Tänzer um den Frankfurter Musiker und Produzenten Hassan Annouri  auf die Beine gestellt haben, hat den Frankfurter den Atem verschlagen. In der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter führten sie dreimal ihr Musical Farbenblind über Rassismus auf und schafften dreimal das Unglaubliche. „Wir waren ausverkauft bis auf den letzten Platz“, sagt Annouri stolz. Zusammen mit Maice Knott, Clara Schneider  und Madeleine Khattar  hatten sie das Stück selbst geschrieben und die gesamte Organisation und Produktion im Alleingang gestemmt.

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Das Ergebnis brauchte sich dennoch nicht hinter größeren, professionellen Musical-Produktionen zu verstecken, so hoch war die Qualität der Tanz-Choreographien und der schauspielerischen Leistung – und das haben offenbar die Veranstaltungsprofis, die sich unter das Publikum gemischt hatten, schnell erkannt. „Direkt nach der Aufführung haben wir ein Angebot aus Wiesbaden bekommen“, sagt Knott. Dort soll Farbenblind im Schlachthof aufgeführt werden. Auch gebe es Anfragen aus der Wetterau. „Sogar an der Nordsee soll das Stück gezeigt werden“, sagt Annouri. Mehr will er aber nicht verraten.

Vom Erfolg überwältigt

Dass ihr Musical gut ist, davon waren die vier Macher überzeugt. Dass es einen derart durchschlagenden Erfolg haben wird, hat selbst sie überwältigt. „Da haben wir wohl den Nerv der Zeit getroffen“, sagt Maice Knott. „Jetzt dürfen wir nur nichts übereilen und müssen uns auf die nächste Aufführung konzentrieren.“ Die findet am Sonntag, 29. März, um 19 Uhr im Frankfurter Club Gibson an der Zeil  85-93 statt. Der Vorverkauf läuft gut. Viele Plätze in der riesigen Location sind schon weg. „Aber es ist natürlich schon eine Aufgabe, einen Raum mit 700 Zuschauer zu füllen, zumal ja schon über 2000 Menschen Farbenblind gesehen haben“, sagt Annouri. Dennoch ist er überzeugt, dass das Musical das Zeug dazu hat, auch deutschlandweit eine „ganz große Nummer“ zu werden. Für Knott, Schneider, Khattar und den Rest der Tänzer ist damit der langgehegte Traum endlich zum Greifen nah: Sich mit Farbenblind  in die Reihe der großen deutschen Musical-Produktionen einzureihen und damit Frankfurt zur Musical-Stadt zu machen.

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