Licht an, Strom sparen: Viele Taunus-Städte setzen auf LED

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Immer mehr Städte schalten alte Laternen ab und rüsten auf LED-Technik um. So soll nicht nur Geld gespart, sondern auch die Umwelt geschont werden.

Taunus – Viele Städte und Gemeinden im Taunus stellen ihre Straßenbeleuchtung um. LED-Lichter sollen künftig in den Kommunen leuchten. Damit soll vor allem Geld gespart werden, doch erst einmal müssen die Städte in die teure Technik investieren. Von Julia Renner

Anfang des Jahres hat die Stadt Eppstein erste Test-Lampen aufstellen lassen. „Seitdem hat sich einiges getan“, sagt Erster Stadtrat Alexander Simon. Am Dienstag diskutiert der Bauausschuss über das Thema. Simon rechnet damit, dass die Fachausschüsse und auch die Stadtverordneten schließlich zustimmen, alle Lampen auf LED umzustellen.

Gedanken um die Straßenbeleuchtung muss sich nicht nur die Stadt Eppstein machen. Bis 2015 müssen Quecksilberdampflampen, die in den meisten Städten stehen, von den Straßen verschwunden sein. Das hat die EU bereits vor einigen Jahren beschlossen.

Alexander Simon schätzt, dass es noch in diesem Jahr mit der Umrüstung losgehen kann. Zunächst werden dann im Ortsteil Bremthal die alten Lichter aus- und die neuen angeknipst. „Die Straßenlaternen dort sind teilweise 40 Jahre alt.“ Rund 450 Lampen sollen dort bis 2013 ausgetauscht werden. Kosten: 370.000 Euro. „Durch diesen Austausch sparen wir im Jahr 15.000 Euro Stromkosten und 80.000 Kilowattstunden Strom ein.“

In den nächsten sechs bis sieben Jahren sollen in ganz Eppstein gut 1500 Lampen auf LED-Technik umgestellt werden. 1,3 Millionen Euro wird das etwa kosten. In der Stadtverwaltung rechnet man damit, so die jährlichen Stromkosten von 130.000 Euro drastisch senken zu können.

Auch in Friedrichsdorf werden mittlerweile einige Straßen und Plätze von LED-Lampen erhellt. Seit Mitte des Jahres werden an neu gebauten oder sanierten Straßen und Plätzen die neuen Lampen aufgestellt. Überall seien die aber nicht einsetzbar, heißt es im Garten- und Tiefbauamt: „An Stellen, an denen eine große Ausleuchtung erreicht werden muss, geht das nicht – in Kreuzungsbereichen beispielsweise.“

Dennoch will die Stadt mit der Technik gehen. „Wir wollen das Beste herausholen – sowohl ökologisch als auch ökonomisch,“ sagt der Amtsmitarbeiter. Man könne mit der neuen Technik zwar Strom sparen,„aber LED ist auch erst einmal teurer und Langzeitstudien gibt es nicht“. Die Stadt will nun sehen, wie lange die LEDs tatsächlich halten.

Ähnlich läuft es in Oberursel. Auch dort werden an neuen Straßen LEDs eingesetzt. Komplett umrüsten wird die Stadt nicht. Denn bereits 2004 wurden viele energiesparende Lampen aufgestellt. In Schwalbach stehen bislang 13 LED-Straßenlaternen, eine Teststrecke in der Rheinlandstraße soll demnächst dazu kommen.

Wie viel Energie genau sich durch LED einsparen lässt, kann die Süwag Energie AG in Frankfurt nicht schätzen. Das hänge von den Leuchten ab. Aber: „In Wohnvierteln können durch den Einsatz von LED-Leuchten rund 60 Prozent Energie eingespart werden“, sagt Sprecherin Jutta Hartke. Allerdings kostet eine einzige Leuchte ohne Mast rund 500 Euro. Die herkömmlichen Leuchten gibt es für 350 Euro.

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