Öffentlicher Platz in Oberrad fertig

Buchrainplatz eröffnet: Grau statt laut

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Der Buchrainplatz ist schöner und die Haare von Norbert Karl Scherlitz kürzer geworden.

Frankfurt – Die Sonne scheint und Norbert Karl Scherlitz von der IG Wasserhofstraße kommt mit einem zufriedenen Lächeln auf den Buchrainplatz in Oberrad. Endlich ist der Platz, für den sich die Interessengemeinschaft in den vergangenen Jahren stark gemacht hat, fertig. Kritik gibt es aber trotzdem. Von Norman Körtge

„Jahrelang haben sich die Oberräder den Platz nur schön getrunken, jetzt ist er auch schön“, meint Scherlitz und lächelt süffisant. Bei ihm überwiegt jedenfalls die Freude. Endlich hätten die Oberräder nun einen öffentlichen Platz zum Feiern. Geschaffen wurde dieser dadurch, dass der Verkehr nun nicht mehr um den Platz mit der Straßenbahnhaltestelle in der Mitte geführt wird, sondern nur noch entlang der südwestlichen Seite. „Dass ist die historische Verkehrsführung“, sagt Scherlitz und er fühlt sich bestätigt, dass allen Unkenrufen von Umbaugegnern zum Trotz der Verkehr fließt. Schön findet er auch, dass der Platz mit einer restaurierten Wasserpumpe einen schönen Blickfang bekommen hat.

Zweieinhalb Jahre Bauzeit

Da die Freude überwiegt, dass der Platz nach zweieinhalb-jähriger Bauzeit – geplant war ein Jahr – fertig ist, lässt Scherlitz auch die anonyme, satirische Aktion der „Oberräder außerparlamentarischen Opposition“ kalt. Die hatte am Dienstagmorgen einen Gartenzwerg mit heruntergelassener Hose aufgestellt, die den ehemaligen Planungsdezernenten Edwin Schwarz, die IG Wasserhofstraße, den Bürgerverein und die CDU-Oberrad für das „Desaster“ verantwortlich macht und zu den Folgekosten gratuliert.

Kritik übt Scherlitz lediglich daran, dass der Platz einfach zu grau ist und es an Pflanzen fehlt. Auch vermisst er, dass es nach wie vor keine dynamische Fahrgastinformation an der Straßenbahnhaltestelle gibt. Außerdem fordert er nach wie vor, dass Oberrad endlich eine S-Bahn-Station bekommt.

Neue Verkehrsführung

Verkehrsdezernent Stefan Majer hob bei der Eröffnung hervor, dass es durch die neue Verkehrsführung nun zumindest auf der östlichen Seite – dort wo jetzt die Gärtnerpumpe steht – ruhiger geworden ist. In Spitzenzeiten passieren nämlich bis zu 1200 Autos in der Stunde den Platz. Jetzt könne am Buchrainplatz endlich soziales Leben stattfinden, meinte Majer. Den Anfang macht ein Wochenmarkt, der erstmals am Samstag, 3. August, stattfinden soll.

Und noch mehr: Der Bürgerverein Oberrad sammelt Spenden zur Verschönerung des Platzes. Etwa für eine Holzskulptur, die eine typische Oberräder Gärtnerin zeigen und Gerda heißen soll.

Fotos von der Eröffnung des Buchrainplatzes

Oberrad hat einen neuen Buchrainplatz

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