EXTRA TIPP unterstützt Bau eines Kindergartens

Fotos beweisen: Leser-Spenden helfen Kindern in Afrika

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An der Kindergarten-Baustelle wird kräftig gearbeitet. Die vielen Bauarbeiter lassen sich leicht erklären: Der Stundenlohn liegt bei ein bis zwei Euro.

Emini Tselim/Heusenstamm – Der EXTRA TIPP hatte seine Leser aufgerufen, für einen Kindergartenbau in Eritrea zu spenden. Das Hilfsprojekt „Hilfe für Eritrea“ wird von den Lesern schon länger unterstützt. Nun wird gebaut, auch weil der deutsche Botschafter sich eingesetzt hat. Von Axel Grysczyk

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Da der Postverkehr zwischen Deutschland und Eritrea in beiden Richtungen seit Monaten eingestellt ist, wird es immer schwieriger, Briefe und Fotos zu versenden. Die Alternative, das Versenden per Mail, ist davon abhängig, ob Strom zur Verfügung steht. Der ist oft nur nachts verfügbar. Teilweise werden sogar dann die Regierungsmitarbeiter in ihre Büros gerufen, um weiter zu arbeiten.

Der „Hilfe-für-Eritrea“-Hilfskoordinator Heinz Schiedhering erzählt: „Wir und die Kapuziner-Schwestern helfen uns, in dem wir Passagiere suchen, die bereit sind Briefe mitzunehmen und in der Hauptstadt Asmara den Schwestern zu übergeben oder von Asmara mitzunehmen und im jeweiligen Flugziel zur dortigen Post zu bringen.“

Die Bilder vom Baubeginn des Kindergartens in Emini Tselim sind schon einige Wochen alt und so darf man davon ausgehen, dass es weitere Fortschritte gibt. Für den Bau des Kindergartens hatte auch der EXTRA TIPP um Spenden bei seinen Lesern gebeten. Schließlich unterstützen wir schon seit fast zwei Jahren das Projekt „Hilfe für Eritrea“, um so langfristig vor Ort in Afrika die Lebensverhältnisse zu verbessern.

Botschaft hat 20.000 Euro zugesagt

Eine Heusenstammer Delegation, die jüngst in Eritrea war, suchte auch das Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Asmara. Es wurde um finanzielle Unterstützung für den Neubau des Kindergartens gebeten. Nun haben die Schwestern mitgeteilt, dass von der Botschaft 20.000 Euro zugesagt worden sind.

In Eritrea wird bei Baufirmen-LKW gern auf die Tür verzichtet.

Ein aus dem Spendenaufruf stammender Betrag von 3000 Euro wurde mit der Passagierin nach Asmara geschickt und ist gut angekommen. Nun kann man auf den zugesandten Bildern sehen, wie der Kindergarten in Eritrea Gestalt annimmt.

Dort wo der 2000-Einwohner-Ort an die erbarmungslose Steppe grenzt, entsteht nun der Kindergarten. Die Kapuziner-Schwestern lassen auf Bitten der Gemeindeverwaltung eine Einrichtung mit zwei Räumen bauen. 240 Kinder sollen in der Einrichtung Platz finden. Für die Kinder wäre eine solche Einrichtung extrem wichtig. Denn in der eritreischen Provinz gibt es außer Landwirtschaft und ein paar Handwerksbetriebe keine Entfaltungsmöglichkeiten für spätere Schulabgänger. Doch bereits mit einer vorschulischen Ausbildung soll der Grundstein gelegt werden, dass die Bewohner später lernen, sich selbst zu helfen und neue Ideen zu entwickeln. Zumal Bildung in der Provinz ein Fremdwort ist. Die meisten der Eltern können nicht lesen oder schreiben. In vielen Familien fehlt der Vater, weil er im Krieg geblieben ist. Die Sorge um die nächste Mahlzeit bestimmt den Alltag.

Wer das Hilfsprojekt unterstützen möchte – das in der Hauptsache Medizin und Sachspenden für zwei Krankenhäuser in Eritrea sammelt – kann auf das Konto: „Hilfe für Eritrea“ der Pfarrgemeinde „Maria Himmelskron“ in Heusenstamm, IBAN:DE 18 5056 1315 0106 0606 25, BIC:GENODE5 10BH, spenden. Infos bei Heinz Schiedhering unter  der Telefonnummer  (06104) 3627.

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