Besitz meist nicht strafbar

Legalisierung: Experten uneinig im Umgang mit Cannabis

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Region Rhein-Main - In einer Anhörung zum Thema Suchtprävention im hessischen Landtag haben sich Fachleute uneinheitlich zu einer möglichen Legalisierung von Cannabis geäußert.

Ein Vertreter vom Bund Deutscher Kriminalbeamter zeigte sich offen für eine Freigabe von Cannabis und kritisierte, Polizisten arbeiteten häufig "für den Papierkorb". Sie müssten Anzeigen schreiben, auch wenn Menschen mit nur geringen Mengen erwischt würden. Bei Verstößen unter sechs Gramm stellten Staatsanwaltschaften die Verfahren aber ein. Ein Vertreter der Frankfurter Staatsanwaltschaft verteidigte die bestehende Praxis. Das Betäubungsmittelgesetz wirke abschreckend.

Die Fragen der Abgeordneten drehten sich um mögliche Folgen einer Freigabe von Cannabis für Jugendliche, den Schwarzmarkt und rechtliche Rahmenbedingungen. Eine Legalisierung könne nur durch eine Gesetzesänderung auf Bundesebene erfolgen, sagten Rechtsexperten. Bislang sind sich die Abgeordneten über den medizinischen Nutzen von Cannabis für schwer oder chronisch Kranke weitgehend einig. Um eine Legalisierung wird indes gestritten.

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