Es ging um Mietrückstände

Lebenslange Haft nach Tod von Maintaler Ehepaar gefordert

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Hanau - Im Prozess um die Tötung eines Ehepaares in Maintal  hat die Staatsanwaltschaft für einen der Angeklagten eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert.

Der ebenfalls angeklagte Sohn des 61-Jährigen soll demnach wegen Totschlags siebeneinhalb Jahre in Haft. Den beiden wird vorgeworfen, ein Vermieter-Ehepaar im Streit um Mietrückstände im Juni 2014 getötet zu haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge tötete der 30 Jahre alte Sohn den Mann mit 17 Messerstichen, der Vater erschoss die Ehefrau. Die weiteren Plädoyers sollen an diesem Dienstag gesprochen werden.

"Wer 17 Mal auf einen Menschen in dessen Körper immer und immer wieder einsticht, der will nur eines - seinen Tod", sagte der Staatsanwalt am Montag vor dem Landgericht Hanau. Selbst wenn ihn der Vermieter zuvor am Hals gepackt habe, wofür es keine objektiven Anhaltspunkte gebe, rechtfertige dies nicht den Messereinsatz. Die Angeklagten hatten zu Prozessbeginn Notwehr geltend gemacht. Sie hätten nur auf Gewalt und Attacken des Ehepaars reagiert.

Die Angeklagten sollen zudem, um die Spuren zu verwischen, ihre Opfer in einer Grube unter Jauche und Dung vergraben haben. Die Leichen waren erst nach mehreren Monaten gefunden worden.

 dpa

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