Frankfurter Einkaufsmeile

Lähmender Stillstand im Saturn-Gebäude in der Berger Straße

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Das Saturn-Gebäude steht weiterhin leer.

Frankfurt - Während die Passanten auf der Berger Straße in Höhe der Nummer 147 Fortschritte beobachten geschieht ein paar Häuser weiter stadteinwärts nichts. Bereits im November 2013 räumte Saturn sein Geschäftshaus in der Nummer 125-129. Vom einstigen Firmenschild ist nur noch ein Skelett übrig: leer wie das gesamte Gebäude.

Im Vorfeld des Auszugs von Saturn stellte das Planungsdezernat auf der Sitzung des Ortsbeirats vier (Bornheim/Ostend) am 14. Mai 2013 den Bebauungsplan Nummer 898 (Berger Straße/Höhenstraße) vor. Der Investor und Grundstücksbesitzer sowie dessen Architekturbüro informierten auf der gleichen Sitzung über ihre Pläne. Damals hieß es: Anfang 2014 erfolgt der Abriss, unmittelbar danach der Neubau. So die Theorie, die Praxis sieht anders aus: Nach dem Auszug herrscht Untätigkeit.

Deshalb stellte die Römer-Fraktion am 3. Februar 2015 eine Anfrage an den Magistrat und bat um Aufklärung in dieser Angelegenheit.

"Das Viertel ist denen egal"

Im Bericht des Magistrats wird deutlich, „dass bezüglich des betreffenden Grundstücks weder Anträge auf Abbruch, Umbau oder Neubau, noch entsprechende Genehmigungen vorliegen“. Weiter heißt es: „Die letzten Gespräche der zuständigen Ämter mit dem Eigentümer erfolgten Ende 2013. Zum damaligen Zeitpunkt wurde sowohl die Möglichkeit eines Neubaus, als auch die Option eines (umfangreichen) Umbaus im Bestand untersucht. Eine Entscheidung des Eigentümers hinsichtlich der faktischen Umsetzung war noch nicht erkennbar. Ein neuerer Sachstand ist den beteiligten Ämtern nicht bekannt. [...] Es entzieht sich der Kenntnis des Magistrats, ob die Immobilie zum Verkauf angeboten wird.“

Ortsvorsteher Bodo Pfaff Greiffenhagen antwortete auf eine Anfrage des Wochenblatts: „Leider gibt es zu Saturn nichts Neues zu sagen. Die ‚Investoren’ wollen ohne viel Zutun fast 50 Prozent mehr verdienen, das Viertel ist denen egal.“

jf

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