Lach Club Frankfurt: Kein Platz für Pessimisten!

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Lachen im Duett: Leiterin Brigitte Kottwitz animiert die Teilnehmer zum Mitlachen.

Frankfurt – Einen platten Reifen im Feierabendverkehr oder ein Pickel beim Vorstellungsgespräch können manch einem die Laune verderben. 20 Frankfurter können darüber allerdings nur Lachen. Denn die Mitglieder des Lach Club Frankfurt treffen sich jeden Donnerstagabend, um ihr Leben mit Freude zu bereichern. Von Mareike Palmy

Kein Platz für Pessimisten: Der Lach Club Frankfurt trotzt der schlechten Laune.

Frauen und Männer jeden Alters stehen im Kreis, trommeln sich auf die Brust und schreien „Oaah“. „Jetzt haben wir unser Lachzentrum im Bauch aufgeweckt,“ ruft Leiterin Brigitte Kottwitz ihnen entgegen. Als Frankfurts „Botschafterin des Lachens“ animiert sie schon seit elf Jahren andere Menschen zum fröhlichen Gesicht: „Laut lachen ist gesund. Es stärkt Lunge und Herz, außerdem kann man gut aufs Klo“, weiß die Profi-Lächlerin. „Und nun lassen wir unsere Lachflügel wachsen.“ Dafür wackeln die Teilnehmer mit den Schultern und rufen „Hohohaha“. Das Ziel ihres wöchentlichen Treffs haben alle schnell erreicht: Sie lachen laut und herzhaft.

Lachen ist gesund! 

Schon im Flur hängt das Motto des Clubs.

Der Frankfurter Lach Club trifft sich zum gesundheitsförderndenLach-Yoga. „Es entstresst ungemein“, erzählt der 23-jährige Konstantin, der erst seit kurzem im Club lacht. Diese 1995 von dem indischen Arzt Madan Kataria erfundene Methode basiert auf den Grundlagen des Yogas und den Erkenntnissen der Gelotologie, der Wissenschaft vom Lachen. Das Rezept: Atemübungen, gemixt mit Rollenspielen, Tiergeräuschen und totaler Lässigkeit, und schon lachen alle.

Miesepeter müssen leider draußen bleiben!

In Frankfurt wird seit 1999 im Club gelacht, aber die ungezwungene Methode ist nicht jedermanns Sache: „Beim ersten Besuch bekommen viele einen Lach-Schock“, erklärt Kottwitz, „es sind auch schon Teilnehmer geflohen.“ Gerade in der Bankenstadt seien die Leute doch sehr trocken. „Hier gibt es viele Miesepeter, die vergessen haben zu lächeln“, bedauert Brigitte Kottwitz. Sie selbst arbeitet in einem Grabsteingeschäft und kann Heiterkeit gebrauchen. Denn mit Humor im Alltag lebt es sich leichter.

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