Kurios: Werden unsere Busse bald bepflanzt?

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Durch begrünte Busdächer könnte in Zukunft der Schadstoffausstoß der Busse im öffentlichen Nahverkehr kompensiert werden.

Region Rhein-Main – In New York will ein Designer die Dächer der öffentlichen Busse mit Pflanzen begrünen. Schon bald könnte der Nahverkehr in Stadt und Kreis Offenbach und Frankfurt nachziehen. Denn die innovative Idee stößt bei den Verkehrsgesellschaften auf Interesse. Von Christian Reinartz

Die Idee ist einfach und gut: In Beeten auf den Busdächern werden besonders widerstandsfähige Bodendecker gepflanzt. Die halten, so die Erfahrung aus New York, sogar Autobahnfahrten aus. Die Pflanzen auf den Busdächern des öffentlichen Nahverkehrs verringern unterm Strich deren Schadstoffausstoß, indem sie Sauerstoff produzieren.

Geht es nach den Verkehrsgesellschaften der Region könnte es auf den großflächigen Dächern also schon bald blühen und sprießen. „Wir werden jetzt erstmal in den Fachkreisen darüber sprechen“, sagt Peter Vollmer Pressesprecher des Rein-Main-Verkehrsverbunds. „Wenn diese Idee dann noch von der Fahrzeugindustrie aufgegriffen wird, kann das für uns ein Thema sein.“

Auch Anja Georgi von „Nahverkehr in Offenbach “ hält die Idee für gut: „Darüber lohnt es sich nachzudenken. So könnte der Schadstoffausstoß der Busse kompensiert werden.“ Probleme bei der Umsetzung dagegen sieht Dana Vietta von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt. „Es würde ziemlich schwierig werden, die Busse durch die Waschanlage zu fahren.“ Sollte allerdings die Bushersteller solche Fahrzeuge anbieten, sieht sie es „als Werbemittel, um zu zeigen, wie grün der Nahverkehr ist.“

Einen weiteren Aspekt, bringt der Geschäftsführer der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach, Andreas Maatz, ins Spiel: „Sollte das überhaupt technisch realisierbar sein, kann ich mir vorstellen, dass sich durch ein grünes Dach auch das Mikroklima in den Bussen verbessert.“

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