Kunsttäter mit neuem Gesicht

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Student Stefan Budinger (links) und Sponsor Erhard Sobeck bei der Präsentation der Kunsttäter.

Frankfurt – Kunst statt Knast: So lautet das Motto des Oberurseler Jugendkulturprojekts Kunsttäter. Dieses ermöglicht straffällig gewordenen Jugendlichen, ihre gerichtlich verordneten Sozialstunden mit einer Kunsttherapie abzuleisten. Von Anna Magel

Dabei soll ihre negative kriminelle Energie in positive künstlerische Kreativität umgewandelt werden, sodass die Jugendlichen ein Stück positive Lebenserfahrung mitnehmen können.

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens erhielt die Initiative einen neuen Werbeauftritt. Fünf talentierte Studenten des Fachbereichs Werbe- und Mediengestaltung der Frankfurter Gutenbergschule entwickelten für die Kunsttäter im Rahmen ihrer Abschlussarbeit ein neues Logo und eine neue Internetseite. „Wir wollten die Kunsttäter zum Thema unseres Projekts machen, gerade weil ihre wertvolle Arbeit so viel mit Kunst zu tun hat“, verriet Jungtalent Stefan Budinger.

Budget liegt bei 5000 Euro

Die Kosten für die Gestaltung der neuen Werbemittel, so kalkulierten die fünf „Creative Students“, liegen normalerweise bei 50.500 Euro. „So viel ist ihre Arbeit noch nicht wert. Aber sie sind auf dem besten Weg, eines Tages solche Summen zu verdienen“, so Kunstexperte und Gründer des Kunsttäter-ProjektsAndreas Hett.

Tatsächlich betrug das Budget auch nur 5000 Euro. Dieses stellte die Firma Hansen Werbetechnik aus Dreieich um Chef Erhard Sobeck zur Verfügung, die sich bereits seit Jahren für verschiedene soziale Engagements einsetzt.

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