Events in der Kaiserpassage geplant

Szene statt Dealer: Kreative wollen die Taunusstraße aufwerten

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Musiker Daniel Wirtz und Stadtrat Markus Frank in der Taunusstraße im Bahnhofsviertel.

Frankfurt - Die Taunusstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel ist wohl das härteste Pflaster der Stadt. Hier konzentriert sich die Drogenszene. Doch das soll sich ändern. Kreative wollen mit Events und Konzerten die Straße attraktiver machen. Von Angelika Pöppel

Während die Kaiserstraße und die Münchner bereits durch Szene-Lokale und Kunsträume aufgewertet wurden, konzentrieren sich auf der Taunusstraße die Dealer und Junkies. Es wird offen auf der Straße gedealt und konsumiert. Auch Musiker Daniel Wirtz, der direkter Anwohner ist und den Kiez auch wegen seiner rauen Seiten schätzt, sieht Verbesserungspotenzial. Und deshalb ist er Schirmherr des neuen Projekts „Taunusstraße Arts & Bites“, das Kreative aus dem Viertel ins Leben gerufen haben. Mit Hilfe von Stadtrat Markus Frank werden die leeren Gewerbeflächen für einzelne Events zu Ausstellungsräumen, Pop-up-Restaurants oder Konzerthallen umfunktioniert. Auch Daniel Wirtz selbst ein Konzert geben. Bereits am Freitag geht das Projekt in die erste Runde, gaben Björn Eckerl, Geschäftsführer der Werbeagentur Vier für Texas, Daniel Etzel, Geschäftsführer der Eventagentur WAOH und Yves Hofmann, Geschäftsführer der 100 Yards GmbH am Montag bekannt. „Wir wollen die Taunusstraße wieder für alle öffnen“, sind sich die Initiatoren einig. Und Frank fügt hinzu: „Auch wenn wir den Frankfurter Weg weiter gehen, ist die Taunusstraße kein rechtsfreier Raum“.

Für die Eröffnung am Freitag, um 18 Uhr, wird die Kaiserpassage in der Taunusstraße bespielt. Die Besucher erwartet Installationen der Künstler Graziano Capitta und Oguz Sen alias Bobby Borderline und Musik von dem Duo Romie, die Band „La Route du Bonheur“ und der DJ Ludwig Röhrscheid.

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