Öffentlicher Druck sei zu hoch

Künstler sagen öffentlichen Heroin-Schuss im Frankfurter Bahnhofsviertel ab

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Frankfurt - Die Künstlergruppe “Frankfurter Hauptschule” hat wegen des Drucks durch die Frankfurter Stadtpolitik und der Eigentümerin der Kaiserpassage, die am Wochenende geplante Kunstperformance, bei der sich ein Mann und eine Frau öffentlich einen Heroin-Schuss setzen, abgesagt.

"Wir bedauern das sehr und sehen die Freiheit der Kunst in Frage gestellt", schreibt die Künstlergruppe in einer Mitteilung. Aufgrund von Äußerungen von Vertretern der Stadt Frankfurt müssten sie im Falle der Durchführung der Performance mit wirtschaftlichen und finanziellen Risiken rechnen, heißt es weiter. Weiterhin bedauert die Gruppe, dass die zahlreichen Kunstaktionen der vergangenen Jahre, zuletzt im Oktober die Inszenierung "Agonie und Extase des Steve Jobs" in der Regie von Mina Reinhardt Hassenzahl, medial nicht im Mindesten die Aufmerksamkeit erfahren haben, welche die Ankündigung der Performance nun erfahren hat.

Das Konzept der Galerie Kaiser Passage ist seit 2012, unterschiedlichsten Künstlern unentgeltlich Räume zur Realisierung ihrer Kunst zur Verfügung zustellen, so sie ein Konzept haben.

Die umstrittene Kunstaktion sorgte vergangene Woche für Empörung: Die Künstlergruppe hatte für das kommendes Wochenende eine Performance angekündigt, bei der sich "eine Person in einer Galerie im Bahnhofsviertel vor Publikum live einen Schuss setzen" will. Die Veranstalter wollen damit "gegen eine gezielte Aufwertung des Frankfurter Bahnhofsviertels" protestieren. Der Präsident des Gewerbevereins im Bahnhofsviertel, Oskar Mahler, kritisierter das Vorhaben als "menschenverachtend.

Die Stadt wollte die Aktion nach eigenen Angaben nicht verbieten.

red

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