Zum 1. August hätte er ausziehen müssen

Vorzeitige Kündigung: Sachsenhäuser Restaurantbesitzer kämpft weiter

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Der EXTRA TIPP berichtete: Der Vermieter gab an, dass Restauarantbesitzer Akca Farettin bis zum 1. August ausgezogen sein muss.  

Frankfurt - "Bella Sena"- Restaurantbesitzer Akca Farettin aus Sachsenhausen wird den Betrieb nicht einstellen, obwohl ihm der Vermieter zum 1. August gekündigt hat (der EXTRA TIPP berichtete). Zehn Jahre sollte sein Mietvertrag laufen, doch nach fünf Jahren soll er schon raus. Von Angelika Pöppel

Gegenüber dem EXTRA TIPP gab der Vermieter an, das Mietverhältnis ende am 1. August. Dennoch ist Farettin überzeugt: „Ich bleibe!“ Bisher meldete sich der Vermieter – die Derag Deutsche Realbesitz nicht. Auch fürchtet der Besitzer des Restaurants „Bella Sena“ keine Konsequenzen. „Ich bin rechtlich auf der sicheren Seite.“ Der Fall liegt bereits vor Gericht.

Warum Farettin so hartnäckig ist? Der Gastronom hat vor fünf Jahren Zehntausende Euro in den Umbau investiert. „Vorher war es eine schäbige Kneipe, heute ist es ein schickes Restaurant“, sagt Farettin. Er hat die Heizungen erneuert, Rohre ausgewechselt, Wasserleitungen neu gelegt und viel Geld in die Einrichtung investiert.

Bilder vor und nach dem Umbau

So sah das Restaurant "Bella Sena" vor der Sanierung aus

Den Umbau hätte der Familienvater nicht vorgenommen, wenn von Anfang an klar gewesen wäre, dass er schon nach fünf Jahren ausziehen muss. Bisher hat ihm der Vermieter den Strom für die Außenbeleuchtung abgedreht und Besucherparkplätze durch Bauarbeiten blockiert. Das Derag Ladengeschäft in dem das Restaurant „Bella Sena“ ansässig ist, soll saniert, modernisiert und aufgestockt werden. Das Konzept sieht ein Hotel mit Ladengeschäft vor. Doch Farettin wird nicht aufgeben. Auch auf eine Ablöse würde sich der Gastronom nicht einlassen: „Nicht mehr, dafür ist zu viel passiert".

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