Mit Schlagstöcken und Pfefferspray: 200 Verletzte

Kritik an Vorgehen der Polizei bei Blockupy-Demo 

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Polizei gegen Demonstranten: Am Wochende demonstrierten Blockupy-Anhänger in Frankfurt

Frankfurt - Am heutigen Montag soll die Härte der Polizeikräfte bei den Blockupy-Großdemonstrationen bewertet werden.

Nach dem Großeinsatz der Polizei bei der Blockupy-Großdemonstration in Frankfurt geht die politische Debatte über den Einsatz der Ordnungskräfte weiter. Das Polizeipräsidium Frankfurt hat für Montag zu einer Pressekonferenz eingeladen, um über die Hintergründe des Einsatzkonzeptes zu informieren.

Hundertschaften der Polizei hatten bei der Hauptkundgebung der kapitalismuskritischen Bewegung rund 900 Demonstranten über Stunden hinweg eingekesselt. Die Beamten waren mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen Protestler vorgegangen. 21 Polizisten und ein Demonstrant wurden laut Polizei verletzt. Blockupy zählte 200 Verletzte, viele litten nach dem Einsatz von Pfefferspray unter Haut- und Augenreizungen. 45 Menschen wurden in der Finanzmetropole festgenommen.

Bilder von der Demo in Frankfurt

Blockupy: Eingekesselte Demonstranten, Gewalt, Verletzte

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Die Fraktionen von SPD, Grüne und Linke kritisierten die Strategie der Einsatzkräfte und Innenminister Boris Rhein (CDU) scharf. Der Minister äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorwürfen.

In der Frankfurter Innenstadt wurde am Sonntag bereits damit begonnen, die teilweise völlig vermüllten Bürgersteige und Straßen zu reinigen. Absperrgitter, mit denen Banken und Geschäfte vor den Demonstranten geschützt werden sollten, wurden weggeräumt. Das Protest-Camp in der Nähe der Messe wurde abgebaut.

dpa

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