Mit ihrem Erstwerk landet Elisabeth Florin aus Schmitten an der Spitze der Bestseller-Liste

Taunus-Autorin ist Nummer eins in Südtirol

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Unter dem Künstlernamen Elisabeth Florin veröffentlicht der Krimi-Fan ihr erstes Werk mit viel Erfolg.

Schmitten – Im Zug von Berlin nach Frankfurt, im Hotelrestaurant und am Flughafen ist das Erstlingswerk der erfolgreichen Finanzmanagerin Elisabeth Florin aus Schmitten entstanden. Dennoch führt ihr Krimi „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ bereits die Bestseller-Liste an. Von Angelika Pöppel

„Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das entspricht nicht der Wahrscheinlichkeitsrechnung“, ist die Autorin mit dem Künstlernamen Elisabeth Florin überzeugt. Dass sie ihren Krimi ursprünglich gar nicht veröffentlichen wollte, es dann doch tat und schnell ein Angebot von einem Verlag hatte, hat die Realistin umgehauen. Dass ihr Erstlingswerk „Commissario Pavarotti trifft keinen Ton“ auch noch auf der Südtiroler Bestseller-Liste auf Platz eins gerutscht ist und nach zwei Monaten bereits eine zweite Auflage gedruckt wird, war dann fast zu viel für die Finanzberaterin: „Das ist irre!“

Bereits vor zehn Jahren entstand die Idee

Dabei hat sie sich für ihren Krimi viel Zeit genommen: Bereits vor zehn Jahren entstand die Idee für das Werk im Südtirol-Urlaub mit ihrem Mann. „Damals dachte ich mir schon das Motiv und den Täter aus“, erzählt die Autorin aus Schmitten. Und natürlich spielt der Krimi auch in ihrer Lieblingsstadt Meran. Doch erst rund sechs Jahre später kramte sie die zwei bereits geschriebenen Seiten wieder aus der Schublade. Seitdem hat sie geschrieben, ihren Figuren Charakter verliehen und viel Papier im Mülleimer versenkt. Und das neben ihrem Vollzeitjob in der harten Frankfurter Finanzbranche. „Für mich war das Schreiben ein Ausgleich. Wenn andere im Zug von einem zum anderen Termin geschlafen haben, habe ich den Laptop aufgeklappt und an meinen Figuren gefeilt“, erzählt sie. Die Charaktere waren der Jungautorin besonders wichtig. Als großer Krimi-Fan weiß sie, wie wichtig Figuren mit einer eigenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind, damit sie glaubwürdig werden. „Am Ende haben mich die Figuren geführt, weil sie so stark waren, dass man sie nicht einfach mehr herumschubsen konnte.“

Im wahren Leben Finanzberaterin

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Bei Lissy – einer der beiden Hauptfiguren – lassen sich auch einige Parallelen zur Autorin finden: „Lissy kommt aus der Finanzbranche, sie ist schlagfertig und gibt nicht so schnell auf“, zählt Florin auf. Zur Geschichte: Die Frankfurter Bankerin Lissy wird entlassen und sucht in Meran in Südtirol Ruhe. Diese findet sie nicht, sondern rutscht direkt in die Aufklärung eines Mordes mit dem völlig gegensätzlichen Kommissar Pavarotti. An den deutschsprachigen Bewohnern Merans beißt sich der italienische Polizist die Zähne aus, die Meraner mauern eisern. Und so bezieht der Commissario notgedrungen die deutsche Urlauberin Lissy in die Ermittlungen ein.

Ihren starken Charakteren möchte die Autorin treu bleiben: „Sie haben noch eine Menge Potenzial.“ Eine Fortsetzung des Krimis ist bereits für den Herbst 2014 geplant.

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