Kommunen fordern: Ab ins Wasser!

Nicht ohne Grund hoffen die Kommunen auf hohe Besucherzahlen im August. "Für jeden Euro, den wir einnehmen, geben wir zirka vier Euro aus", sagt Walther Ludwig von der Stadt Langen. Bisher suchten 60.000 Badegäste Erholung im Langener Strand- und Freibad.

Es fehlen noch 70.000 Besucher, um an die Zahlen des Vorjahres heranzukommen. "Im August können wir noch einiges rausholen", hofft Ludwig.Auch andernorts hofft man allenfalls die Besucherzahlen des Vorjahres zu erreichen. "Der Juli war ein schwacher Monat", resümiert Dieter Levi-Wach, Präsident des Ersten Offenbacher Schwimmclubs (EOSC). Das wechselhafte Wetter habe nicht so viele Badegäste wie gewünscht ins Offenbacher Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe gelockt. Der Juni sei deutlich besser gelaufen. Das gilt auch für das dreißig Kilometer entfernte Freibad in Schaafheim."Wir sind nicht zufrieden mit der Badesaison", sagt Wendelin Brenner von der Gemeinde Schaafheim: "Wir hätten mehr Tage mit richtig warmen Temperaturen um die 30 Grad gebrauchen können." Bei dem wechselhaften Juliwetter seien viele Schaafheimer zu Hause geblieben wenn es morgens bewölkt war. Auch wenn der Tag später noch Sonne und 24 Grad brachte, blieben die Liegewiesen leer. "Richtig rausholen können wir die schlechten Besucherzahlen noch in den Ferienwochen", sagt Brenner. Danach sei die Badesaison so gut wie vorbei.Das sieht Alexander Heeg, Bademeister am Knochensee in Hainburg, ähnlich. Allerdings kann er den schlecht besuchten Tagen auch Positives abgewinnen: "Da hat man auch mal Zeit für die Arbeiten zur Pflege des Sees wie Hecken schneiden und sauber machen." Liegengebliebenes ließe sich dann mühelos erledigen. Doch wem nützt ein rausgeputzter See, wenn niemand zum Baden kommt? Am vergangenen Montag zählte Heeg acht Badegäste. Über die vergangenen heißen Tage freut er sich um so mehr. "So kann es im August gerne weitergehen", sagt er in der Hoffnung, dass das den Sommer noch rettet.Darauf setzt auch Jörg Nachtigall, Betriebsleiter der Badeseen in Mainhausen. Sein Fazit: "Konkrete Zahlen liegen mir noch nicht vor. Die Einnahmen waren bisher mit Sicherheit noch nicht kostendeckend für den Betrieb unserer beiden Badeseen." Nur eine Stadt in der Region scheint von der Badekrise verschont: Dietzenbach. "Die Saison ist nicht vergleichbar mit dem Jahrhundertsommer, aber gut", sagt Susanne Silz, Schwimmbad-Chefin in Dietzenbach. Und trotzdem freut sie sich auf einen hoffentlich heißen und sonnigen August.br /

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