Kommentar

Anderer Umgang mit Flüchtlingen

+
Redaktionsleiter Axel Grysczyk.

Die Bevölkerung in Deutschland ist weiter als ihre gewählten Volksvertreter. Denn während derzeit die Menschen den zahlreichen Flüchtlingen solidarisch gegenüber stehen, bocken die Herren Politiker. Sie wollen nicht mehr Geld und Leistungen bereitstellen. Kommentar von Axel Grysczyk 

Da wird diskutiert, geknausert und sich hinter längst schräg klingenden Abwehrgesängen versteckt. Es ist der Bevölkerung nicht mehr klarzumachen, dass Deutschland in der Lage ist, den Euro zu retten, die größte Exportnation der Welt zu sein und nächstes Jahr keine Schulden zu machen, aber gleichzeitig daran scheitert, die Betreuung von ein paar hunderttausend Flüchtlingen zu organisieren. Das heutige Deutschland ist nicht mehr das Deutschland Anfang der 90er-Jahre. Damals bekam die Partei der Republikaner aufgrund ihres Ausländerhasses extrem Zulauf, und die Hasserfüllten fühlten sich dermaßen angestachelt, dass sie Ausländerheime in Brand steckten.

Lesen Sie auch:

So viele Flüchtlinge werden bei uns untergebracht

Kommunen  zahlen bei Flüchtlingen drauf

Protest im Taunus gegen Flüchtlingsunterkünfte

Frankfurterin schickt tonnenweise Lebensmittel in Flüchtlingslager

Heute gibt es eine große Hilfsbereitschaft. Die deutsche Bevölkerung weiß, dass über 90 Prozent der Flüchtlinge hier bleiben. Daher geht es darum, sie schnell auszubilden, damit sie am Gemeinwohl für dieses Land mitarbeiten können. Und genau hier sind die Politiker gefordert: Es müssen Gesetze her, die es Flüchtlingen ermöglichen, schneller in Deutschland Fuß zu fassen. Man kann nicht hingehen und die Kommunen die finanzielle Lasten alleine tragen lassen. Es würde schon helfen, wenn die Flüchtlinge in die gängige Sozialhilfe integriert werden. Deutschland hat sich gewandelt, dies sollte sich auch in den Gesetzen widerspiegeln.

Kommentare