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Terroranschläge: Nur die Muslime können’s richten

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Abscheuliche Hinrichtungsvideos, abgetrennte Köpfe, erschossene Touristen am Strand. Der IS-Terror trifft die Staaten des Westens nun regelmäßig. Immer das gleiche Procedere: Verurteilung der Taten, Entsetzen, Mitgefühl mit den Familien der Opfer und Bestürzung. Kommentar von Axel Grysczyk

Das ist richtig und wichtig – aber zu wenig gegen die IS-Terroristen. Erst recht, wenn das nun schon fast reflexartige Achselzucken einsetzt, das darauf hinweist, dass man kein Rezept gegen die Terror-Wahnsinnigen habe.

Dabei wird ausgeklammert, dass es Deutschland im Spätsommer 2013 war, das mit seinem damaligen Außenminister Guido Westerwelle darauf gedrängt hat, kein Militär in Syrien einzusetzen. Zum damaligen Zeitpunkt war die westliche Welt extrem gereizt, gab es doch Beweise, dass der syrische Diktator Assad im Bürgerkrieg Giftgas eingesetzt hat. Es war die Bundesregierung, die sich dafür gefeiert hat, dass man nach der Abkehr von internationalen Militärschlägen eine Lösung an den Verhandlungstischen anstrebt. Nun habe man genug Zeit. Doch was ist seitdem passiert? Nichts. Und dieses Nichtstun hat zur Stärkung der Terrororganisation IS geführt. Anstelle von rituellem Beileid nach IS-Terror-Taten muss daran gearbeitet werden, dass nur die Muslime selbst, diesen Terror auslöschen können. Mordtaten im Namen Allahs sind nicht im Sinne der Muslime. Mehr noch: Die Muslime sind es, die die meisten Opfer durch den IS-Terror zu beklagen haben. Die westliche Welt braucht nicht noch Jahre über die Strategie gegen den IS konferieren. Die muslimische Welt stärken, um ihre durchgeknallten, abtrünnigen Glaubensbrüder zu bändigen – das muss das Ziel sein.

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Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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