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Wir brauchen mehr Bildungs-Gewinner!

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Wer aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen stammt, vielleicht noch einen Migrationshintergrund mitbringt und nicht auf das akademische Bildungserbe seiner Eltern und Großeltern zurückgreifen kann, hat ungleich schlechtere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss. Kommentar von Axel Grysczyk

Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer Studie zur Bildung in Deutschland. Und das ist erschreckend. Denn unserem Land muss es gelingen, auf diesem Gebiet größere Fortschritte zu machen. Deutschland besitzt keine Bodenschätze, kann nicht auf ein Heer von billigen Arbeitskräften zurückgreifen und hat aufgrund von Lage und Entwicklung einen Grundstandard, den wir nicht mehr zurückdrehen können. Das heißt: Um weiter im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben, brauchen wir Bildung.

Mehr noch: Wir müssen bei dieser Ressource anderen aufstrebenden bisherigen Schwellenländern überlegen bleiben. Und das gelingt nur, wenn wir das schlafende Potenzial von sozial Benachteiligten besser nutzen. Sich um Benachteiligte zu kümmern, hat bei uns schon fast einen karitativen Charakter. Dabei muss die Mehrheitsbevölkerung endlich verstehen, dass es eine volkswirtschaftliche Notwendigkeit ist. Gerade bei Menschen mit Migrationshintergrund ist es wichtig, ihr Bildungspotenzial abzurufen, um in der Zukunft bei einer fallenden Geburtenrate das wirtschaftliche Niveau zu halten. Denn nur wirtschaftliches Wachstum macht auch soziales Wachstum möglich. Und das wollen alle.

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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