Kommentar

Zuwanderung? Lasst die jungen Leute machen!

Deutsche Jugendliche stehen Zuwanderern deutlich offener gegenüber als noch vor einigen Jahren. Das ist das Ergebnis der in dieser Woche veröffentlichten Shell-Jugendstudie. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

Demnach sprachen sich 39 Prozent der Zwölf- bis 25-Jährigen dafür aus, dass künftig genauso viele Menschen aus dem Ausland zuwandern dürfen wie bisher. 15 Prozent der Befragten befürworteten sogar noch mehr Zuwanderung.

Überraschend ist das nicht. Schließlich leben sie bereits in einem Umfeld, in dem sich – gerade in Großstädten – zahlreiche Gleichaltrige aufhalten, die keinen deutschen Ursprung haben. Für sie ist es fast normal, dass sie Mitschüler aus dem Ausland haben. Sie werden zusammen mit ihnen groß, warum sollten sie etwas gegen sie haben?

Optimistisch in die Zukunft

Zudem werden sie erkannt haben, dass allein die Zuwanderung dafür sorgen kann, dass sie nicht bis zur Unkenntlichkeit schuften müssen. Nur durch Zuwanderung lässt sich der Wohlstand halten. Würde die Migration ausbleiben, müssten sie noch mehr und noch länger arbeiten.

Vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, dass ihnen Pegida-Dummköpfe, Ausländerhasser und Wir-machen-die-Grenzen-dicht-Krakeeler Angst machen. Das zeigt auch die Shell-Studie. Vor Fremdenfeindlichkeit hatten 48 Prozent der Befragten Angst. Im Vergleich dazu: Im Jahr 2010 lag der Wert bei 40 Prozent. Insgesamt blickt die junge Generation der Umfrage zufolge zunehmend optimistisch in die Zukunft. Zum Glück sind die jungen Menschen unsere Zukunft.

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