Kommentar

Schule soll Typen formen

Mal wieder bastelt die hessische Landesregierung an neuen Schulformen. Ob Gesamtschule, gemeinsame Haupt- und Realschule oder Gymnasium – letztendlich sind die an diesen Schulen erzielten Abschlüsse nur Eintrittskarten fürs Studium, die Ausbildung oder spezielle Jobs – mehr nicht. Kommentar von Axel Grysczyk

Letztendlich ist entscheidend, wie gut man seinen Job macht. Damit kann man mehr dem Gemeinwohl geben, als mit einem Stück Papier mit amtlichem Siegel. Da ist es völlig gleichgültig, ob man Abitur oder ein abgeschlossenes Studium hat oder nicht. Wir brauchen echte Typen. Arbeitnehmer, die sich in einer immer schneller verändernden Welt flexibel den wechselnden Anforderungen anpassen. Da hilft ein toller Abschluss nur bedingt. Vielmehr ist entscheidend, dass man nicht nur sagt, dass man teamfähig ist, sondern wirklich auf diesem Gebiet Qualitäten hat. Zusammen zu arbeiten mit unterschiedlichen Kollegen aus fremden Kulturen oder einem anderen sozialen Umfeld als dem eigenen, das ist eine Kernkompetenz, die heutzutage Pflicht ist. Wer nicht offen für Neues ist, der kann noch so viel Abschlüsse sammeln – er wird es nicht weit bringen. Daher wäre es hilfreicher, wenn Schulformen entwickelt würden, die diesen Anforderungen gerecht werden. Mehr noch: Es ist genauso wichtig, dass der Unterricht auf diese Entwicklungen Rücksicht nimmt. Natürlich spielt es weiterhin eine große Rolle, klassische Lerninhalte zu vermitteln. Doch die Aneignung von Fähigkeiten bei der Kommunikation, dem sozialen Miteinander und den Lern-Techniken nehmen eine immer größere Rolle ein.

Hier geht´s zum Artikel  "Neues Modell: Gesamtschule statt Hauptschule"

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