Kommentar

Gedanken zum Schulstart: Mehr Lehrer für mehr Chancen

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Nächste Woche geht die Schule wieder los. Und wieder stehen Schüler, Eltern und Lehrer vor den gleichen Problemen. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

Zu wenig Pädagogen, Probleme mit der Inklusion, marode Gebäude, große Unterschiede beim Lernerfolg in Schulen und unterschiedlichen Bundesländern und gravierende Veränderungen in der Schülerschaft. Und alle Beteiligten müssen über sich ergehen lassen, dass ständig am System Schule herumgedoktert wird. Ein Erfolg ist nicht erkennbar. Dabei sind wir gezwungen, die Bildung anzuheben. Sie ist schließlich die Kernressource unseres Landes, der Schlüssel zu unserem Wohlstand.

An den EXTRA TIPP wandte sich ein pensionierter Schulleiter, der vorschlug, Schularbeiten von vor 30 Jahren von den heutigen Schülern schreiben zu lassen. Seine Prophezeiung: In einer Durchschnittsklasse werde das Ergebnis mindestens eine, wenn nicht zwei Noten schlechter sein. Noch gravierender: Mancher Stoff – zum Beispiel im Fach Geschichte – lasse sich heute gar nicht mehr vermitteln. Die Schüler haben keine Aufmerksamkeit und kein Interesse mehr an römischer Geschichte.

Auch wenn wir den Vorschlag aus diversen Gründen nicht umgesetzt haben, deutet er an, wo die Probleme liegen. Der Lernerfolg bröckelt. Deutschland hat keine Bodenschätze, auf die wir bauen können. In einem Land, in dem die Kern-Bevölkerung auch noch abnimmt, sind Bildung und die daraus resultierenden Innovationen die einzigen Ressourcen, mit denen wir auf dem Weltmarkt punkten können.

Daher der Appell: In einem Land, das Haushaltsüberschüsse erwirtschaftet, muss es möglich sein, dass mehr Lehrer eingestellt werden. Das wäre ein Anfang!

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