Kommentar zur Reform der neuen Studiengänge

Lasst sie in Ruhe studieren!

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Redaktuer Dirk Beutel

Bei der Reform der neuen Studiengänge muss nachgebessert werden. Denn mit der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengang haben sich neue Probleme ergeben. In die Hörsäle ist längst die Leistungsgesellschaft übergeschwappt. Und die will den Turbostudenten. Kommentar von Dirk Beutel

Die Folge: Bulimielernen wird wegen zu straffer Lehrpläne zur Normalität. Wissen in sich reinstopfen und auf Kommando ausspucken. Der Leistungsdruck drängt viele in die Ecke und sorgt für seelische Probleme. Schon zu Beginn des Studiums kommen Studenten nicht mit den strengen Studienauflagen klar. Dazu kommt, dass Studenten keine Zeit mehr haben, sich anderweilig zu interessieren und zu engagieren. Dabei gehört es zum Studieren dazu, seine Persönlichkeit entwickeln zu können. Der Wirtschaft kann es nichts nutzen, wenn ein 24-Jähriger ein abgeschlossenes Studium und dutzende Praktika mit Auslandsaufenthalt vorweisen kann, aber innerlich kein Stück gereift ist. So schafft man nicht die Leistungsträger von morgen, sondern nur ausgebrannte Absolventen.

Hier geht's zum Artikel: Studieren bis zur Depression

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