Kommentar

Der Preis für den besseren Strom

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Redaktionsleiter  Axel Grysczyk

Der Strom wird teurer. Aber auch wenn der EEG-Anteil um 20 Prozent angehoben wird und 6,24 Cent pro Kilowattstunde erreicht, gibt es keinen Grund zur Beunruhigung. Die Richtung stimmt. An der Feinjustierung hapert’s. Kommentar von Axel Grysczyk

So kann es nicht sein, dass energieintensive Unternehmen Vergünstigungen erhalten und der fehlende Anteil der normale Verbraucher stemmen muss. Das ist sozialpolitischer Wahnsinn! Da machen sich Konzerne die Taschen voll und ein Hartz-IV-Empfänger muss das Licht auslassen, damit er sich das Essen leisten kann. Natürlich war es kurzsichtig, die Einspeisungsvergütung auf 20 Jahre festzuschreiben. Denn das führt nun dazu, dass es zu einem Preisverfall an der Strombörse kommt. Denn Strom ist in der Wirtschafts- krise weniger gefragt, wir vergüten aber weiterhin brav die garantierten Sätze. Das kann nur allein die Politik zurechtrücken.

Wenn’s um Subventionen in der Energiebranche geht, waren Regierungen nie zimperlich. Für Kohle, Gas und Atomstrom werden noch jährlich laut EU 100 Milliarden Euro ausgegeben. Da kann’s nicht sein, dass der Verbraucher allein die Mehrbelastung schultern muss. Die Energiewende war gewollt und hat uns bei einer neuen Technologie zu Weltmarktführern gemacht. Jetzt geht’s darum, es fair zu verteilen.

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