Kommentar

Nachhilfe dürfte gar nicht nötig sein

Redakteurin Angelika Pöppel.

Jedes Kind hat das Recht auf Bildung – ohne etwas draufzahlen zu müssen. Das derzeitige Bildungssystem kann diesen Grundsatz leider nicht erfüllen. Die private Nachhilfe boomt. Und das ist kein Zeichen dafür, dass Schüler immer fauler werden, sondern immer überforderter. Von Angelika Pöppel

Verkürzte Jahrgänge, zu wenig Lehrer, überfüllte Klassen: Da muss nachgeholfen werden. Doch ist es wirklich gerecht, dass Eltern draufzahlen, weil der Staat zu wenig Geld in das Schulsystem investiert? Ganz sicher nicht. Denn Kinder aus finanziell schwachen Familien ziehen dadurch mal wieder den Kürzeren. Deutschland muss den Kindern ein System für alle bieten. Eine Lösung: Die Ganztagsschule. Andere Länder machen es schon seit Jahren vor – ob Finnland oder Kanada, Neuseeland, Großbritannien oder Südkorea. Die Betreuung bis nach Mittag ist keine Strafe und auch nicht kinderfeindlich. Schließlich werden die meisten Kinder berufstätiger Eltern sowieso nach der Schule im Hort betreut. Mit Sportangeboten und Freizeit kombiniert, können verpasste Lerninhalte nachgeholt werden. So kann der enorme Druck von den Kinderschultern genommen werden.

Hier geht´s zum Artikel:  "Kinder unter Druck: Nachhilfe und Privat-Unis boomen"

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