Kommentar

Neue EU-Regeln für  Zuwanderung!

  • schließen

Die CDU hat mit ihrer Dauerlüge, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei, bis tief in die 90er Jahre für Stillstand in der Ausländerpolitik gesorgt. Nun hat sie die Chance, diesen Kardinalfehler zu revidieren  Kommentar von Axel Grysczyk.

Und mit ihren Mehrheiten dafür zu werben, dass Deutschland endlich nachvollziehbare Standards für die Zuwanderung bekommt. Denn der Zustrom von Ausländern, seien es Flüchtlinge vor Krieg oder Elend oder Menschen, die eine bessere wirtschaftliche Zukunft suchen, wird auch 2015 nicht abreißen. Seit Jahrzehnten schauen wir zu, wie es uns die klassischen Einwanderungsländer wie Australien, USA oder Kanada vormachen. Dort wird ein Bedarf ausgerechnet, wie viel Menschen pro Jahr einwandern dürfen. Und diese Länder haben gar kein Problem damit, zuzugeben, dass diese Zahl an ökonomischen Zwängen ausgerichtet ist. Einreisewillige dürfen dort ins Land nach Punkten oder Kriterien, die sie durch das Beherrschen der Sprache, Nachweis eines Arbeitsplatzes oder Bereitschaft zur Investition bekommen. Die Besten dürfen rein, die anderen müssen warten oder dafür sorgen, dass sie ihre Ausgangslage verbessern. Mit einem vergleichbaren und klaren Procedere wäre es auch für Zuwanderer einfacher, auf legalem Weg zu uns zu kommen.

Und da wir nun mal in einem vereinten Europa leben, wäre es nicht nur fortschrittlich, sondern auch notwendig, wenn man diese Regeln auf die anderen EU-Staaten überträgt. Europa braucht neue Zuwanderungs-Standards, ansonsten können wir nur auf die jeweilige Situation reagieren. Selbst agieren ist unmöglich. Schließlich geht es nicht nur um Politik und Ökonomie, sondern um mehr Menschlichkeit.

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

Kommentare