Kommentar

Ursula von der Leyen mit Schwächen

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Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Das Amt des Verteidigungsministers war schon immer ein Schleudersitz in Deutschland. Die neue Amtsinhaberin, Ursula von der Leyen, stolpert (noch) nicht über Skandälchen und Affären, sie lässt vielmehr eine gewisse Inkompetenz aufblitzen. Kommentar von Axel Grysczyk

Ihr erster Paukenschlag: Die Kinderbetreuung für Bundeswehrangehörige muss besser werden. Da hat sie recht. Doch auf der Prioritätenliste steht dieses Problem nicht ganz oben. Da sind schon eher die Auslandseinsätze ein Problem. Viele Soldaten klagten über zu häufige Einsätze und zu kurze Regenerationszeiten. Nach vier Monaten im Ausland sollen die Rückkehrer 20 Monate einsatzfrei gehalten werden. Doch diese Regeln hält die Truppe nur begrenzt ein. Und was macht Ministerin von der Leyen in dieser Woche? Sie kündigt die Aufstockung des Bundeswehreinsatzes in den afrikanischen Krisengebieten an. Ihre Soldaten werden das skeptisch sehen. Insbesondere auch deswegen, weil die Belastung für viele Soldaten laut dem jüngsten Bericht des Wehrbeauftragten bereits am Limit ist. Die Folge ist die zunehmende psychische Erschöpfung der Truppe. Dagegen erklärt von der Leyen öffentlich und vollmundig, dass für sie persönlich das Wochenende arbeitsfrei ist.

Was von der Leyen sich in den ersten Wochen geleistet hat, wirkte oftmals nicht nur inkompetent, sondern gegenüber der eigenen Truppe sogar schon frech.

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