Kommentar

Her mit der Griechenland-Wahrheit!

Ein neues Hilfspaket für Griechenland soll den wirtschaftlichen Untergang der Helenen abwenden. Sollte dies umgesetzt werden, wäre es nur folgerichtig, den Bürgern in Deutschland die volle Wahrheit zu sagen. Drei unangenehme Aspekte gehören dazu...Kommentar von Axel Grysczyk 

1. Rund 84 Milliarden Euro brauchen die Griechen. Zirka ein Viertel des Geldes wird aus Deutschland kommen. Da die deutsche Regierung es zu ihrem Wahlspruch für diese Legislaturperiode gemacht hat, keine Steuern zu erhöhen, werden also Leistungen gekürzt. Kurzum: Es ist weniger Geld da, um interne Probleme in Deutschland zu lösen. Und das wird die am meisten treffen, die sowieso schon weniger Geld zur Verfügung haben, weil es eben weniger Unterstützung gibt.

2. Es wird Zeit, den Bürgern in Deutschland umfangreich zu erklären, dass ein Teil der Hilfen für Griechenland verloren sind. Klartext wäre: „Die schwer erschufteten Euro jedes Steuerzahlers in Deutschland wurden gebraucht, um die Griechen-Pleite abzuwenden. Würden die Griechen pleite gehen, müssten wir ihnen auch helfen. Die Geldgeber glauben, dass der gewählte Weg politisch besser ist und sich wirtschaftlich noch eher trägt. Aber ganz wichtig: Ein großer Teil des Geldes ist unwiderruflich weg.“

3. Selbst wenn wir Griechenland wirtschaftlich ein wenig stabilisieren, eine solche oder ähnliche Katastrophe kann sich überall in Europa jederzeit wiederholen. Und wenn sie sich wiederholt, wird der deutsche Steuerzahler wieder dafür den Kopf hinhalten. Und das neue Motto wird sein: Die reichen Länder werden für die armen zahlen.

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