Kommentar

Wähler wollen keine Griechenland-Hilfe

Wichtigste Nachricht dieser Woche: Die Griechenland-Hilfe geht weiter! Doch was die Politiker missachten: Es ist gar nicht der Wille der Wähler. Kommentar von Axel Grysczyk

83 von 311 CDU/CSU-Abgeordnete haben das Griechenland-Paket abgelehnt, entweder durch Ablehnung, Enthaltung oder Abwesenheit. Für die stärkste Partei des Landes mehr als nur eine Randnotiz. Zumal, wenn man berücksichtigt, dass es an der Parteibasis größere Bedenken gegen die Griechenland-Hilfen gibt als in der Bundestagsfraktion. Dieser Riss durch die CDU/CSU geht auch durch das Land. Auch der EXTRA TIPP hat vor wenigen Wochen zum Ausdruck gebracht: Diese Art von Griechenland-Hilfen werden auf Dauer nichts bringen und können getrost eingestellt werden. Denn was wird passieren, wenn in ein paar Monaten das nächste milliardenschwere Griechenland-Hilfspaket geschnürt werden muss? Dann wird die Zahl der Nein-Sager noch mehr wachsen. Und dann wird irgendwann die Bundeskanzlerin die Reißleine ziehen müssen, will sie sich und ihre Partei nicht selbst zerlegen.

Auch in Griechenland selbst geht ein Riss durch das Land. Ob die Mehrheit noch hinter dem aktuellen Kurs der Regierung steht, ist unklar. Die anstehenden Neuwahlen werden das zeigen und wenn sie ein ganz anderen Volkswillen zu Tage bringen, werden die Karten sowieso wieder neu gemischt.

Bitter, wenn Regierungen agieren, ohne den Willen der Bevölkerung wider zu spiegeln. Das ist das Fazit dieser Woche mit dem Ausblick für die kommenden Monate: Noch größere Schlachten stehen in Deutschland und in Griechenland um weitere Hilfen bevor.

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