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Homo-Ehe: Es ist zum Schämen!

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Es ist 2015. In Deutschland ist die gleichgeschlechtliche immer noch nicht der klassischen Ehe gleichgestellt. Tenor aus dem Bundestag: Das ist mit der CDU nicht zu machen.  Kommentar von Axel Grysczyk

Die eher konservativen Iren haben es uns in dieser Woche vorgemacht und die gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen. Bei uns tut sich nix. Und wer jetzt schon wieder die Bibel zitiert, irgendwelche Passagen zusammen schnipselt und an die Redaktion schickt, dem sei gesagt: Es bringt nichts. Wer heutzutage gegen die voll anerkannte und rechtlich gleichgestellte Ehe von Mann und Mann oder Frau und Frau ist, der hat Vorurteile. Mehr noch: Er sollte lernen, sich seinen Ängsten zu stellen. Denn es ist 2015, und er kann nicht ein Leben lang auf die rückständige CDU hoffen.

Ehe ist aber noch mehr als nur Liebe zwischen Menschen, egal ob gleichgeschlechtlich oder nicht. Es ist das Versprechen vor Gott und dem Staat, füreinander zu sorgen und sich gegenseitig zu unterstützen. Wer bereit ist, diese Verantwortung zu übernehmen, der muss belohnt werden. Und wenn Eheleute darüber hinaus bereit sind, diese Verantwortung auch für Kinder zu übernehmen, dann spielt es keine Rolle, ob ihre Eltern zwei Männer oder zwei Frauen sind. Zumal es derzeit meistens so ist, dass die Mehrzahl der Kinder eher nur mit einem Elternteil ständig zusammen leben. Und wer sagt eigentlich, dass homosexuelle Paare die schlechteren Eltern sind?

Man kann stolz auf Deutschland sein. Auf das, was die Bewohner dieses Landes erreicht haben, welches wirtschaftliche Niveau herrscht, welche sozialen Standards gelten. Im Fall der Homo-Ehe muss man sich schämen – erst recht, weil 2015 ist.

Hier geht´s zum Artikel  "Gleichstellung der Homo-Ehe: Deutschland braucht noch zwei Jahre"

Axel Grysczyk

Axel Grysczyk

E-Mail:axel.grysczyk@extratipp.com

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