Kommentar

Vereine müssen mehr gegen Fußball-Krawalle tun

Dass die Bundesligavereine nicht für Polizeieinsätze zahlen müssen, ist richtig. Das war das Ergebnis einer Verhandlung in dieser Woche. Dass sie aber mehr Geld aufwenden müssen, um Gewalt einzudämmen, ist unabwendbar. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

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Eins ist unumstößlich: Die öffentliche Sicherheit kann nicht davon abhängen, wer dafür bezahlt. Die Vereine müssen sich aber fragen, ob sie alles Mögliche bei der Prävention durchsetzen undsich mit aller Konsequenz der Auseinandersetzung mit radikalen Fangruppen stellen. Und da könnte viel mehr passieren. Der Polizei geht es nicht um den generellen Schutz von Bundesligaspielen. Zankapfel sind die sogenannten Hochrisiko-Spiele. Bei diesen Spielen kommt es immer mal wieder im Umfeld von Stadien zu Auseinandersetzungen mit gewaltbereiten Fans. Pikant: Für solche Spiele werden oft Zuschläge bei den Eintrittspreisen verlangt. Dass diese Einnahmen aber ausschließlich für die Clubs sind und nicht für die Sicherheit verwandt werden, ist nicht nachvollziehbar.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wäre gut beraten, von sich aus den Behörden entgegen zu kommen. Fanradale gibt es in 95 Prozent der Fälle nur im Fußball. Würde die DFL von sich aus mit einem Vorschlag Entgegenkommen zeigen, wäre die Luft raus aus dem Thema. Das Argument, Clubs in unteren Ligen hätten gar kein Geld, um etwas für die Sicherheit abzugeben, ist schwach. Wenn das der Freifahrtschein für Fans von Clubs aus der Dritten Liga oder der Regionalliga wäre, müssen diese Vereine für Ausschreitungen noch empfindlicher bestraft werden. Denn Randale unter dem Deckmantel Fußballfan zu sein, ist nicht hinnehmbar.

Auch zu diesem Thema hat Axel Grysczyk eine Meinung: Gier ist mehr wert als ein Grundrecht.

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