Kommentar

Frauen brauchen keine Quote

Hurra, wir bekommen die Frauenquote! Nur ist dieses Gesetz – von der SPD  vorangetrieben – genauso an der immer so vehement geforderten Gerechtigkeit vorbeigeplant, wie die Rente mit 63 Jahren oder die Einführung des Mindestlohns. Ein Kommentar von Axel Grysczyk

Bei der Rente  mit 63 Jahren merkt man jetzt, dass es zu teuer wird. Und der Mindestlohn  hat zur Folge, dass einige Dienstleistungen teurer werden und einige Firmen extremen Bürokratieaufwand bei der Dokumentation leisten müssen. Den Frauen in unserem Land bringt es gar nichts, dass das weibliche Geschlecht stärker in Aufsichtsräten einiger Dax-Unternehmen  vertreten ist. Die kümmert es, dass sie einen Betreuungsplatz für ihr Kleinkind finden müssen, der mit ihrem Job vereinbar ist. Dass sie eine Regelung finden, wie sie sinnvoll ihre Arbeitszeit reduzieren können – wenn sie es sich leisten können.

Diese jungen Mütter müssen sich zerreißen, wenn der Nachwuchs kränkelt und sie sich – obwohl selbst gesund – krankschreiben lassen müssen. Ihnen treibt es den Schweiß auf die Stirn, wenn sie die Entwicklungen der Mieten  sehen und erkennen, dass ihre größer werdende Familie in der bisherigen Bleibe bald nicht mehr genug Platz hat. All das sind die eigentlichen Probleme junger Familien und vor allem Frauen. Diese gilt es anzugehen und nachhaltig zu verbessern. Wenn diese Faktoren im Sinne der Frauen bedeutend verbessert werden, dann wird die jetzige Regierung eine wichtige Erfahrung machen: Nämlich die, dass dann eine Frauenquote gar nicht mehr nötig wäre.

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