Kommentar

Europa-Wahl: Mitgestalten!

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Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Letzter Aufruf! Morgen ist Wahl. In 27 EU-Staaten findet morgen die Europawahl statt (in manchen Ländern hat sie bereits stattgefunden). Kommentar von Axel Grysczyk   

Die Wahl entscheidet darüber, welche Politiker in den kommenden Jahren wichtige Entscheidungen über die Zukunft und den Lebensalltag von fast 500 Millionen Europäern maßgeblich beeinflussen. Und deswegen ist es wichtig, dass Sie jetzt den EXTRA TIPP zu Ende lesen und dann – wenn Sie es noch nicht getan haben – zur Wahl gehen. Vielen Wählern ist Europa zu abstrakt, darunter leidet die Wahlbeteiligung. Dabei bestimmen die Politiker im EU-Parlament darüber, welche Lebensmittel bei uns auf dem Teller landen, welche Qualität die Luft im Rhein-Main-Gebiet haben soll oder jüngst, dass die Roaming-Gebühren in Europa in naher Zukunft abgeschafft werden. Die Wähler haben es also in der Hand. Schließlich ist das Europäische Parlament die einzige europäische Institution, die direkt von den Bürgern gewählt wird. Diesmal hat’s noch mehr Brisanz: Es treten verschiedene Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten an, und mit ihnen stehen unterschiedliche Modelle für Europa zur Wahl. Mehr Europa, gar kein Europa oder ein anderes Europa wie es der Sozialdemokrat Martin Schulz will, indem er fordert, den Markt demokratischen Regeln zu unterwerfen? Neu ist auch, dass die kleinen Parteien durch den Wegfall einer Prozenthürde ins Parlament einziehen können. Wahlforscher gehen davon aus, dass man in Deutschland mit rund einem Prozent als Ergebnis bereits einen Abgeordneten stellen kann. Nur wer wählt, hat es in der Hand, dass sich Europa ändert.

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