Kommentar

Deutschland wird enteignet

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Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Nach der EZB-Entscheidung vom vergangenen Donnerstag steht fest: Sparer werden bestraft. Das ist Hohn. Für den Normal-Deutschen wird eine finanzielle Planung für die nächsten Jahre oder gar für den Ruhestand unmöglich. Und es zeigt wie ungerecht Deutschland wird. Kommentar von Axel Grysczyk 

Wer arbeitet – muss je nach Steuerklasse – mit Steuern und Abgaben mehr als 40 Prozent an den Staat abgeben. Wenn er es aber trotzdem schafft, trotz steigender Lebensmittelpreise und Mieten, ein paar Euro auf die Bank zu bringen, dann bekommt er dafür entweder nichts oder er muss – wenn Kapitalerträge anfallen – noch einmal 25 Prozent Steuern an den Staat zahlen. Investiert er das übriggebliebene Geld in eine Immobilie, dann schlägt der Staat gleich mehrfach zu. Es ist gerade das Land Hessen, das emsig dabei ist, die Grunderwerbssteuer ständig zu erhöhen. Die nächste Erhöhung ist mal wieder ab 1. August fällig – von fünf auf sechs Prozent.

Und jetzt also die von der EZB festgelegten Minuszinsen. Das heißt: Deutschland wird weiter enteignet. Die schon zig mal besteuerten Spareinlagen der Deutschen werden durch Niedrigzinsen weiter vernichtet. In den vergangenen sechs Jahren haben wir durch den allgemeinen Zinsverfall bereits mehr als 250 Milliarden Euro verloren, schätzen Experten. Und wofür? Damit die Wirtschaft in den schwächelnden Ländern in Südeuropa in Gang kommt. Dafür wird bei uns die Altersarmut zunehmen, die Steuern weiter erhöht, an der Gebührenschraube gedreht. Das ist nicht nur Hohn, das ist der absolute Wahnsinn!

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