Steuer-Abgabenwahn erdrückt uns

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Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Deutschland steht sich selbst im Weg. Die Belastung von Mittelständlern mit Steuern und Abgaben steigt. Der Anteil aller Steuern und Abgaben am Gewinn ist 2012 von 46,8 Prozent auf 49,4 Prozent gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Weltbank. Kommentar von  Axel Grysczyk 

In dem Vergleich von Steuersystemen in 189 Staaten fiel Deutschland wegen der höheren Belastung erheblich zurück: In einer Rangliste liegt Deutschland auf Platz 89 . Dagegen kommt Finnland auf Platz 21, die Niederlande auf Platz 28 und sogar Frankreich liegt auf Rang 52 weit vor Deutschland. Allein die Arbeitgeberanteile zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung summieren sich auf 22 Prozent der Unternehmensgewinne. Wer jemals versucht hat, ein eigenes Geschäft zu etablieren, weiß davon ein Lied zu singen: Wenn Krankenkassen den Grundbeitrag fordern und die Rentenversicherung den Basisbetrag eintreibt, ist oft nicht mehr genug übrig. Zumindest nicht so viel, dass die Schinderei im Verhältnis zum Ertrag steht.

Gerade bei Kleinunternehmern ist beim Start in die Selbstständigkeit der Hartz-IV-Satz die ominöse Grenze, die es zunächst gilt, deutlich zu knacken. Wenn in naher Zukunft, der gesetzliche Mindestlohn eingeführt wird, ist für Kleinunternehmer und Mittelständler noch mehr Mut gefragt: Denn die Regierung erhöht per Gesetz nicht nur die Abgaben, sondern auch noch die Personalkosten.

Deutschland steht sich nicht nur im Weg, es verbaut sich die eigenen Zukunftschancen.

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