Kommentar

Von dieser deutschen Mannschaft lernen

EXTRA TIPP-Axel Grysczyk

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft  steht im Finale. Egal, wie das Spiel ausgeht, man kann von dem Team lernen. Als erstes: Ruhe bewahren. Ein Kommentar  von Axel Grysczyk 

Der deutsche Betreuerstab hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, als sich Lars Bender, Marco Reus   und Shkodran Mustafi  verletzten, dazu zu Beginn Sami Khedira, Bastian Schweinsteiger, Phillip Lahm, Miroslav Klose  und Manuel Neuer  noch nicht bei 100 Prozent waren und Mario Gomez, Ilkay Gündogan, Sven Bender  und Marcel Schmelzer  erst gar nicht fit wurden. Zweitens: Größe zeigen. Das hat Trainer Joachim Löw  bewiesen. Im Laufe des Turniers hat er eingesehen, dass es besser ist, Lahm nach hinten zu stellen und ihn von seiner Rolle im defensiven Mittelfeld zu entbinden. Größe zeigte aber auch das Team gegen Brasilien nach dem Spiel. Weil sie die Gastgeber nicht lächerlich machten, sondern sie nach dem 7:1-Kantersieg sogar trösteten. Drittens: Fokussiert auf ein Ziel bleiben. Die Deutschen haben sich von Tag zu Tag mehr auf die neuen Aufgaben konzentriert.

Die Löw-Truppe hat sich von Begleitumständen wie Reisestrapazen, Erkältungen und Hitze nicht ablenken lassen. Diese mentale Stärke unterscheidet sie stark von anderen Mannschaften. Viertens: Nur im Team hat man Erfolg. Das deutsche Team ist zu einer starken Einheit geworden. Auffällig ist, wie extrem die Ersatzspieler für den Mannschaftsgeist einstehen. Und fünftens: An die eigenen Stärken glauben. Von dieser deutschen Mannschaft können Fans auch nach der WM noch etwas haben, wenn man diese fünf Punkte für sich selbst beherzigt.

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