Kommentar

Blockupy: Keinen Zentimeter nachgeben

Blockupy  hat sich als Gesprächspartner seit dieser Woche endgültig disqualifiziert. Ein Kommentar von EXTRA TIPP-Redaktionsleiter Axel Grysczyk 

Man kann nicht durch die Straßen ziehen und die psychische Gewalt durch den Kapitalismus in Griechenland oder Spanien anprangern und gleichzeitig sich nur halbherzig von der Gewalt vermummter, gewaltbereiter Profi-Randalierer distanzieren, sogar davon sprechen, das Provokationen von der Polizei ausgegangen sind. Das ist beschämend. Mehr noch: Ekelig.

In Deutschland darf jeder seine Meinung frei äußern und auch eine andere Politik eintreten. Doch das, was am Mittwoch in Frankfurt passiert ist, hat den vielen, mit interessanten Argumenten ausgerüsteten, friedlichen Demonstranten geschadet. Sie werden nicht im Gedächtnis bleiben.

Die Schlagzeilen beherrschen die Chaoten

Vollidioten, die Polizisten, deren Wachen oder ihre Autos angreifen. Dieser Gewalt dürfen wir keinen Zentimeter nachgeben. Das Monopol auf Gewaltanwendung hat in diesem Land, wie in jedem demokratischen Rechtsstaat, die Polizei. Und es ist ihr gutes Recht diese auch anzuwenden, wenn die Sicherheit wie am vergangenen Mittwoch in Gefahr ist. Dabei geht es nicht ausschließlich um die EZB. Vielmehr um Angestellte, die nach Hause geschickt werden, weil ihre Arbeitgeber Angst davor haben, dass ihren Mitarbeitern etwas angetan wird. Oder es geht darum, dass der öffentliche Nahverkehr eingestellt wird, weil die Anbieter nicht mehr die Sicherheit ihrer Fahrgäste garantieren können. Bleibt zu hoffen, dass sich niemand von Ideologen beirren lässt, die auch für die abscheulichen Gewalttaten vom Mittwoch eine Erklärung oder Entschuldigung haben.

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