Kommentar

E-Mail, SMS, Twitter: Uns fehlen die Worte

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Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Wir reden nicht mehr. Und das hat Folgen. Die Sprache verkümmert. E-Mails, SMS oder Twitter-Nachrichten verstümmeln unser Sprachvermögen. Die verkümmernde Kultur des Unterhaltens und des Gesprächs verändern unsere Kommunikation. Kommentar von Axel Grysczyk

Zukünftige Generationen verlieren ihre Ausdrucksfähigkeit. Die AOK berichtet, dass 2012 knapp jeder vierte sechsjährige Junge, der über seine Eltern AOK-versichert war, in sprachtherapeutischer Behandlung war. Und das bereits vor dem Schuleintritt. 2007 lag der Anteil noch bei 19 Prozent. Laut der Krankenkasse betrifft das Silben verschlucken und die unklare Aussprache vor allem Jungen. Die AOK-Experten sind sicher, dass die Defizite aufgebaut werden, weil zu wenig miteinander geredet wird. Bei den Kindern falle das gemeinsame Lesen zunehmend weg. Wie heißt ein Sprichwort aus Wales: „Eine Nation ohne Sprache, ist eine Nation ohne Herz. “.

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