Der Weg führt in die Altersarmut

+
Redaktionsleiter Axel Grysczyk

Das Gespenst der Altersarmut geht um. Die gesetzliche Rente bröckelt, die Belastungen werden höher und das Geld ist später weniger wert.  Kommentar von Axel Grysczyk

Viele Sparer fühlen sich nicht betroffen, weil sie Lebensversicherungen oder andere Spareinlagen abgeschlossen haben. Doch die bringen auf Dauer – zumindest in den nächsten Jahren – keine ertragreichen Zinsen. Mehr noch: Die spärlichen Erträge werden von der Inflation aufgefressen. Und die komplizierte Riester-Rente wird zunehmend verschmäht.

Das Absurde: Jüngere Arbeitnehmer sparen heutzutage weniger Rente an, und sie bekommen weniger Zinsen für ihr Erspartes. Da klingt es wie Hohn, wenn Bankmitarbeiter einem empfehlen, in Immobilien zu investieren. Denn erstens dürfte eine Kindergärtnerin, eine Verkäuferin im Supermarkt oder ein Handwerker nicht so viel Geld zur Seite legen können, dass man ein Haus bauen kann. Und zweitens entwickeln sich auf diesem Gebiet Anzeichen einer kleinen Blase. Viele Immobilien werden derzeit zu teuer auf dem Markt angeboten. Für die neue Regierung muss es ein vordringliches Ziel sein, die Finanzierung des Alters strukturell zu verbessern. Ansonsten bekommt die Mehrheit im Alter eine Einheitsrente, und die heißt Hartz IV.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare