„Knaller“ wieder in Haft

Offenbach – Diebstahl, schwere Körperverletzung, Einbruch, Bankraub, Fälschung, Heroin-Handel, mehrfacher Ausbruch aus dem Gefängnis und im Jahr 1998 sogar Gefangenen-Meuterei: Gerald D. ist der schlimmste Schwerverbrecher Offenbachs, in Insider-Kreisen wird er „Knaller“ genannt. Von Axel Grysczyk

Lesen Sie hier mehr über "Knaller".

Vergangene Woche ist der „Knaller“ mal wieder verurteilt worden. Nachdem er mehr als 100 Straftaten begangen hat, wurde er für eine Alkoholfahrt durch Bieber mit Kokainresten im Blut und für einen Tritt ans Schienbein einer Polizistin im Mai 2009 verknackt. Zehn Monate ohne Bewährung für den „Knaller“. Unglaublich: Dass er im Mai 2008 zu einer Kickbox-Veranstaltung in die Turnhalle der Offenbacher Edith-Stein-Schule gefahren ist und dem Veranstalter durch einen Schlag den Kiefer gebrochen hat, bleibt ungesühnt. Begründung des Gerichts: Es war ihm nicht zu beweisen, dass er absichtlich zugeschlagen hat.

Das dürfte für die rund 400 Zuschauer der damaligen Veranstaltung (der EXTRA TIPP berichtete von dem Fall) schwer nachvollziehen zu sein. Denn sie sahen wie der „Knaller“ Deniz A., der in der Zwischenzeit wegen Schutzgelderpressung sitzt, ins Gesicht schlug. Danach sprangen 40 Zuschauer auf und machten Jagd auf den „Knaller“. Der flüchtete mit einem Sprung in einen Mazda, der zuvor vor die Halle gefahren war. Das Auto bretterte durch die Menge und verschwand. Die Zuschauer blieben unverletzt.

Kommentare