Kleine Kunstwerke auf Knopfdruck

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Im Frankfurter Hauptbahnhof am Gleis zehn können Frankfurter am Nic&Lu Automat kleine Kunstwerke kaufen.  Die Idee stammt von den Studentinnen Nicola Lieke (rechts) und Luisa Jablonski.

Frankfurt – An diesem Automaten im Frankfurter Hauptbahnhof gibt es keine Zigaretten, Schokolade und keinen Kaffee, sondern Kunst. Die Designstudentinnen Nicola Lieke und Luisa Jablonski füttern den Metallkasten regelmäßig mit limitierten Kunstwerken im Taschenformat. Von Angelika Pöppel

Bunte Hippie-Armbänder, Schals, Broschen aus Holz oder Schmuck aus Papier, das gibt es jetzt ganz schnell aus dem Automaten: Die Studentinnen Nicola Lieke und Luisa Jablonski geben jungen Nachwuchskünstlern die Chance, ihre individuellen Arbeiten auszustellen. Ab 2012 soll der Automat die ganze Welt bereisen. Noch bis zum Ende dieses Jahres steht der graue Kunst-Kasten am Frankfurter Hauptbahnhof. Denn „am Bahnhof wird die Kunst gesehen“, sagt Lieke.

Und es funktioniert: Die Frankfurter kaufen den Automaten regelmäßig leer. „Wir hatten schon Probleme mit der Nachlieferung“, erklärt Jablonski. Ein bedrucktes Geschirrhandtuch, mit Motiven von Dirk Modrok aus Mainz kostet zwölf Euro. Ohrringe und Armreifen aus Papier von der Künstlerin Gaby Mahler aus Essen gibt`s ab 23 Euro.

Vor einem Jahr gründeten Lieke und Jablonski ihr Unternehmen Nic&Lu. Mit einem Gründerstipendium der Hochschule München und einem Jahr intensiver Planung konnten sie den ersten Kunstautomat am Münchener Hauptbahnhof aufstellen. Seitdem verkaufen sie Werke von Künstlern aus Deutschland und dem Ausland. Dabei legen sie Wert auf eigene Ideen und Selbstgemachtes. „Wir studieren selbst Design, deshalb kennen wir uns aus“, sagt Lieke. Ihr Lieblingsteil ist das Notizbuch (12,80 Euro) vom Editorial Krausse Verlag – bedruckt und handgebunden.

Die 24-Jährigen sind im Bekanntenkreis, auf Ausstellungen und in großen Städten auf der Suche nach neuen Talenten, damit ihr Angebot weiter wächst. „Durch die Arbeit ist das Studium zum Hobby geworden“, sagt Lieke scherzhaft. Auch nach dem Studium wollen sie weiter machen: „Wir sind durch und durch Gründer geworden.“

Mehr Informationen unter http://www.nicandlu.net.

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