Klein, kleiner, mikro: Er baut Mini-Apartments

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Attila Özkan baut Mikro-Apartments in Frankfurt.

Frankfurt – Wohnen auf nur 30 Quadratmetern, dafür mitten in der Großstadt. Der Trend zu Mikro-Wohnungen ist in Frankfurt angekommen. Von Norman Körtge

„Klar, hier wird keiner alt oder gründet eine Familie“, sagt Attila Özkan, während er durch das noch im Innenausbau befindliche Haus an der Ederstraße in Frankfurt-Bockenheim läuft. Abwertend meint das Vorstandsmitglied des Bauträgers Mercurius Real Estate dies nicht, denn Familien oder Paare gehören nicht zu seiner Zielgruppe. „Immer mehr Singles, Berufseinsteiger und Pendler sind bereit, zu Gunsten einer zentralen Lage auf Wohnfläche zu verzichten“, hat Özkan beobachtet. In Metropolen wie New York, London und Hongkong ist der Trend zu so genannten Mikro-Apartments schon lange da.

Mini-Wohnungen am Frankfurter Westbahnhof

Grundriss: Auf 30 Quadratmetern sind Bad, Küche, Bett, Schreibtisch und ein Schrank untergebracht.

Mit dem Bauprojekt „Quartier et_ce_te_ra“ am Frankfurter Westbahnhof reagiert Özkans Unternehmen nun auf die steigenden Bedarf. 181 Apartments, jedes etwa 30 Quadratmeter groß, voll möbliert und mit kleinem Balkon oder Terrasse, sollen ab dem 1. Januar 2011 bezugsfertig sein. 390 Euro beträgt die Kaltmiete. Da der Neubau sehr energiesparend konzipiert ist, betragen die Nebenkosten lediglich 60 Euro. „Bei Zimmern in Altbauwohnungen hauen oft die Kosten für die Heizung richtig rein“, so Özkan.

Die Nachfrage nach den Frankfurter Mini-Einzimmer-Apartments ist nach Aussage von Özkan groß, die Vermietung läuft sehr gut. So gut sogar, dass die Mercurius Real Estate nur wenige Meter weiter bereits das nächste Apartmenthaus hochziehen lässt.

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