Klares Signal für den Neustart

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Freuen sich aufs neue Studio mit neuer Technik: Die Brinkmann-Moderatoren Medi Schernthaner (von links), David Heisig, Werner Lapp und Paolo Gangemi.

Offenbach – Ein Diebstahl hätte fast das Aus fürs Klinikradio bedeutet. Doch eine Spenderin gab Geld für neue Technik. Nach einem Jahr Funkstille gehen die Moderatoren wieder auf Sendung. Von Andreas Einbock

In weißen Lettern prangt die Aufschrift „Radio Brinkmann“ auf der gelb verzierten Studiotür. Selbst ein großer Schaukasten hängt bereits daneben. Nur im Studio herrscht noch Kabelgewirr, liegen Pappkartons und Bedienungsanleitungen. „Wir versuchen gerade das FM-Modul ans Hausnetz anzuschließen“, sagt Werner Lapp. Der Otzberger, der seit 1996 beim ehrenamtlich betriebenen Radio im Klinikum Offenbach dabei ist, richtet gemeinsam mit David Heisig, Paolo Gangemi und Medi Schernthaner das neue Studio ein.

Den Moderatoren rutschte im März das Herz in die Hose, als sie erfahren haben, dass Diebe ihre Sendetechnik beim Umzug geklaut hatten. „Als Mitarbeiter feststellten, dass die zwei wichtigsten Kisten fehlen, standen wir praktisch vor dem Nichts“, erinnert sich Lapp an die Schreckensmeldung.

Mit 3124 direkt in die Sendung

Mit der neuen Hybridanlage gelangen Patienten direkt in die Sendung.

Zum Glück spendete Doris Höfer von der Löwen-Apotheke 2500 Euro. Auch ein Ehepaar aus Bürgel spendete Geld. Dadurch konnten ein neues Mischpult, drei Mikrofone, ein Doppel-CD-Player und ein Hybrid-Telefon angeschafft werden. „Mit dieser Anlage kann ich alle Anrufer direkt und live in die Sendung schalten“, so der Moderator. Auch in Zukunft können sich Patienten über die Hausnummer 3124 beim Moderator melden. Dem steht nun auch eine Soundkarte zur Verfügung. „Damit können wir unsere Sendungen endlich aufzeichnen und archivieren.

Doch die muss zunächst richtig angeschlossen und getestet werden, was Techniker Thomas Puscher von Elektro Ehinger in die Hand nimmt. Mit einem Antennenkabel sorgt er für den entscheidenden Moment. „So, jetzt seid ihr auf einer ganz normalen Radiofrequenz, die über jeden Fernseher auf einem eigenen Kanal zu hören ist“, sagt Puscher und steckt das Kabel in eine Dose an der Wand. Ein Frequenzmodulator sorgt dafür, dass der Sender über die normale Radiofrequenz 92,1 zu empfangen ist.

Neustart-Sendung am 28. Mai

Um das zu testen, geht das Moderatorenteam auf Station in ein Patientenzimmer. Denn anders als im alten Gebäude ist das Programm nicht mehr über die Zimmer-Lautsprecher, sondern nur über die TV-Station und Kopfhörer zu hören. „Das Signal ist richtig gut“, stellt der Moderator fest und fügt hinzu: „Da müssen wir jetzt deutlicher sprechen.“ Die nächste Sendung läuft am Samstag, 28. Mai, ab 13 Uhr. „Das wird eine vierstündige Live-Sendung mit allen Moderatoren“, sagt Lapp.

Nur ein Nachteil bleibt weiter bestehen: Der Sender ist nur im Krankenhaus zu hören.

Lesen Sie mehr zu den Anfängen des Klinikradios Brinkmann.

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