Kirmes-Schläger machen Sorgen

Kreis Offenbach - Sie schlagen, sie treten, sie werfen mit Gegenständen. Und sie sind im Kreis Offenbach eine große Gemeinde. Täter, die bewusst in Kauf nehmen, andere Menschen zu verletzen.

Offenbachs Polizeipräsident Heinrich Bernhardt (Foto: agk) präsentiert die Schreckensbilanz: Sind es 1994 noch 143 erfasste Fälle bei den Körperverletzungsdelikte gewesen, ist die Zahl bis 2007 stetig auf 712 angestiegen. br /"Auch wenn die Zahl der Delikte im vergangenen Jahr auf 637 Fälle abgesunken ist, ist das noch viel. Die Ursache der zunehmenden Körperverletzungsdelikte ist noch unbekannt", sagt Bernhardt. Aber die Beamten hätten festgestellt, dass im Zuge von Festen immer häufiger geprügelt wird. Bernhardt: "Gerade da zeigen wir jetzt mehr Präsenz."br /     Abgesehen von dieser Entwicklung ist der Polizeipräsident bei der Präsentation der Polizeistatistik sehr zufrieden gewesen. Sind 2007 noch insgesamt 58.260 Straftaten registriert, verringert sich die Zahl um 4.235 Fälle oder 7,3 Prozent auf 54.025 Straftaten im Jahr 2008. "Damit verzeichnet das Polizeipräsidium Südost- hessen den landesweit höchsten Fallzahlenrückgang im Vergleich aller Polizeipräsidien", sagt Bernhardt. Die Quote der aufgeklärten Kriminalfälle steigt laut Bernhardt erneut deutlich von 50,7 Prozent um 2,6 Prozentpunkte auf einen historischen Höchststand von 53,3 Prozent an.br /Besonders beruhigend für die Bürger ist die Entwicklung bei den Autoaufbrüchen. So sind es im Bereich des Polizeipräsidiums Süd-osthessen 2.232 Fälle (-39,9 Prozent) weniger als noch 2007, wodurch der schon beachtliche hessenweite Rückgang bei diesen Delikten (-23,9 Prozent) sogar noch deutlich überboten wird. Seit 2004 reduziert sich die Fallzahl in diesem Deliktsbereich um 2.333 Fälle (-41 Prozent), in den letzten 15 Jahren gar um 9.091 Fälle (-73 Prozent) auf einen beeindruckenden Tiefstand von 3.360 Kfz-Aufbrüchen.

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