Nordkap-Radler Frank Zaubitzer spendiert Schülern 1500 Euro

Kilometer reißen für neues Unterrichtswerkzeug

Die Freude ist groß: Frank Zaubitzer (hinten Mitte) unterstützt finanziell die berufliche Qualifizierung von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Von dem Geld wurden vor allem neue Holzwerkzeuge angeschafft. Foto: db

Offenbach – Sein Ziel war, das über 3000 Kilometer entfernte Nordkap mit dem Fahrrad zu erreichen. Doch nicht nur. Mit seiner Abenteuertour hat Frank Zaubitzer aus Offenbach zwei Klassen für Berufsorientierung in Frankfurt finanziell unter die Arme gegriffen. Von Dirk Beutel

Frank Zaubitzer hat zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Schon immer war es sein Traum, mit dem Fahrrad zum Nordkap zu radeln. Das hat er geschafft. Außerdem hat der gelernte Instandhaltungsmechaniker seine Tour als Zugpferd für eine Spendenaktion genutzt, um die Qualifizierung behinderter und nicht-behinderter Jugendlicher zu unterstützen.

„Ich habe mich selber von der Arbeit zur Förderung von behinderten Jugendlichen überzeugen können. Leider ist es so, dass die Lehrer und Betreuer sehr erfinderisch sein müssen, um den finanziellen Rahmen für eine gute Arbeit zum Nutzen der Jugendlichen zu schaffen“, schreibt der Offenbacher auf seiner Internetseite www.fernwehtour.de, auf der ein kompletter Reisebericht seiner Nordkap-Tour zu finden ist. „Ich möchte helfen, dass für die Jugendlichen mehr getan werden kann, dass mehr auf die individuellen Stärken eingegangen und jedem ein guter Start in das Berufsleben ermöglicht werden kann.“

Nach 3056 Kilometer Hinfahrt in 35 Tagen, 24.860 Höhenmetern und etwa 200 Stunden im Sattel (dabei hat Zaubitzer um die elf Kilo an Gewicht verloren) sind 1500 Euro zusammengekommen. Ein Teil des Geld wurde bereits für Unterrichtsmaterialien wie eine Orangenpresse für die Hauswirtschaftler und Holzwerkzeuge für den Bereich der Garten- und Landschaftspflege investiert.

Der Abenteuerradler ließ es sich nicht nehmen, bei der „Bescherung“ am Donnerstag in den Räumen der Ernst-Reuter-Schule in Frankfurt dabei zu sein. Doch erst bekamen die Schüler noch die Gelegenheit, dem gebürtigen Jenaer Fragen zu Landschaften, Rentieren und Fähren zu stellen. Anschließend packten die Jugendlichen voller Vorfreude jede Menge neue Werkzeuge wie Hobel, Winkel, Stemmeisen und Sägen aus, die in den nächsten Tagen voll zum Einsatz kommen werden.

In den zwei Klassen für Berufsorientierung, die sich in den Räumen der Frankfurter Ernst-Reuter-Schule befinden, werden behinderte und nicht-behinderte Schüler für den allgemeinen Arbeitsmarkt in den Bereichen Hauswirtschaft sowie Garten- und Landschaftspflege fit gemacht. Verwaltet wird das Angebot von der Viktor-Frankl-Schule.

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