Ketten und Ohrringe aus dem Müll

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Stephanie Pieper, Sprecherin der FES in Frankfurt präsentiert Schmuck aus Abfall.

Frankfurt – Der Frankfurter Entsorgungsservice (FES) kümmert sich nicht nur um die Beseitigung unseres Mülls, sondern auch um die Nutzung. Deshalb präsentiert die FES in Frankfurt in der Ausstellung „Nachhaltig im Trend“ Schmuck, Taschen und Spielzeug aus Müll. Von Angelika Pöppel

Ringe aus Flaschendeckeln

„Wir sind die Müllabfuhr und wollen zeigen, was aus Müll alles gemacht werden kann“, sagt Stephanie Pieper, Sprecherin der FES. Die neue Ausstellung zeigt, dass man alte Flaschendeckel am Finger, Kaffeekapseln um den Hals, Fahrradschläuche um das Handgelenk und Getränkedosen auch am Ohr tragen kann. Auch Ketten aus Papier oder altem Besteck hängen im Schaufenster des Servicecenters, Liebfrauenberg 54. „Viele junge Künstler aus ganz Deutschland stellen ihre Recycling-Kunst bei uns aus“, erklärt Pieper. Der Schmuck sei sehr jung und stylisch. „Das ist einfach mal was anderes“, erklärt Pieper. Und deshalb verkaufe er sich auch gut. Die FES kauft seit 2009 kleine Kunstwerke ein und verkauft sie zum selben Preis wieder. „Wir wollen Künstlern eine Plattform bieten“, so Pieper. Alle drei Monate wechselt die Ausstellung, doch zum Grundbestand gehören auch Recycling-Produkte aus der ganzen Welt. Im Center gibt es Taschen aus alten Reissäcken, Airbags, Chipstüten und Saftpackungen. Die originellen Taschen kommen aus Indien, Indonesien und den Philippinen. Die Einnahmen fließen in soziale Projekte. Im Regal stehen außerdem Blechautos und Fahrräder aus alten Getränkedosen. „Das sind Unikate, sie eignen sich als originelles Geschenk“, so Pieper und fügt hinzu: „Besonders zuWeihnachten.“

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