Wert der Beute bis zu 700.000 Euro

Axt-Diebe: Polizei fahndet nach dunklem Kleinwagen

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Mit am Tag haben drei Männer einen Juwelier im Main-Taunus-Zentrum überfallen. Die Vitrinen haben die Räuber mit Äxten zerschlagen.

Sulzbach - Nach dem spektakulären Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft im Main-Taunus-Zentrum hat die Polizei noch keine Spur von den Tätern. Allerdings konnte der Fluchtweg rekonstruiert werden.

"Wir haben Hinweise und arbeiten sie ab. Bisher war keine heiße Spur dabei", sagte Polizeisprecher Andreas Beese. Dafür konnten die Ermittler den Fluchtweg der Axt-Diebe rekonstruieren: Demnach rannten die drei Täter aus dem Juweliergeschäft in Richtung Mc Donalds davon. Von dort flüchteten sie weiter zur Fußgängerbrücke, die zwischen dem Main-Taunus-Zentrum und Sulzbach über die Bundesstraße 8 verläuft.

Flucht in dunklem Kleinwagen

Am dortigen Treppenabgang zur B 8 stiegen sie in einen dunklen Kleinwagen ein, der auf der B 8 in Höhe der Fußgängerbrücke in Fahrtrichtung Frankfurt-Höchst stand. Der Fluchtwagen fuhr dann in Richtung Frankfurt-Höchst / Zubringer BAB 66 davon.

Filialleiter Marcus Jakob schätzt den Wert der Beute auf 600.000 bis 700.000 Euro. Die Täter hatten es vor allem auf wertvolle Uhren abgesehen, sagte Jakob. Seine Mitarbeiter und er stünden noch unter Schock: "Bis wir das richtig verarbeitet haben, das dauert noch ein bisschen."

Polizei spricht von dreistem Raub

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Die Täter flüchteten zu Fuß. Als die Polizei nach dem Alarm eintraf, begann sie laut dem Sprecher sofort mit Fahrzeugkontrollen rund um das Zentrum, auch ein Hubschrauber war im Einsatz - jedoch ohne Erfolg.
Nun bleibe der Polizei nur, die vorhandenen Hinweise auf die Täter abzuarbeiten. Das Vorgehen der Männer nannte der Sprecher dreist: In aller Ruhe hätten sie mit den Äxten und der Pistole das Einkaufszentrum bei Sulzbach durchquert und das Juweliergeschäft ausgeraubt - und das gegen 12 Uhr mittags.

Ermittler beobachten Schwarzmarkt

Einer der Täter hatte sich laut Polizei mit einer dunklen Perücke, einer Brille und einem falschen Bart getarnt, die anderen trugen Baseball-Mützen. Die Männer sollen zwischen 30 und 45 Jahre alt sein. Die Uhren und den Schmuck packten sie in Rucksäcke. Zur Ermittlungsarbeit der Polizei gehört nun laut dem Sprecher auch, zu beobachten, ob die gestohlenen Schmuckstücke auf dem Schwarzmarkt auftauchten. dpa

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